Bewerbung USA – so geht es richtig!

Bewerbung USA - so geht es richtig!

© christophe BOISSON – Fotolia

Wollt ihr euch in den USA bewerben? Vielen Arbeitnehmern geht es genauso. Sie möchten sich in den USA bewerben, um dort ein neues Leben bzw. eine neue Karriere zu beginnen oder schlichtweg ihren Lebenslauf aufzubessern. Wer in den USA arbeiten will, sollte sich jedoch, sowohl im beruflichen als auch privaten Sinne, auf Veränderungen einstellen. Die amerikanische Bewerbung unterscheidet sich natürlich von der Bewerbung, die ihr das letzte Mal an ein deutsches Unternehmen versendet habt. Daher kommen jetzt unsere Tipps für eure Bewerbung auf einen Job in den USA:

Kurzes, prägnantes Anschreiben (Cover Letter)

Jede große Karriere beginnt mit einem guten Anschreiben. In dem sogenannten Cover Letter, welcher das Gegenstück zu unserem, in Deutschland gebräuchlichen, Anschreiben ist, sollen kurz und knapp die Qualifikationen sowie die Motivation für die umworbenen Jobs präsentiert werden. Wenn dieses nicht überzeugend geschrieben ist, dann wandert die Bewerbung im Unternehmen meist direkt in den Mülleimer.

TIPP Besonders bei einem Ausländer wird auf ein fehlerfreies Englisch sowie auf die Formulierungen im Anschreiben geachtet. So können die Personaler bereits am Anfang erkennen, ob der Bewerber über genügend Sprachkenntnisse verfügt. Daher ist ein Korrekturlesen durch einen Muttersprachler sehr zu empfehlen.

Anti-chronologischer und anonymisierter Lebenslauf (Resume)

Der Lebenslauf beinhaltet immer am Anfang eine kurze Zusammenfassung der Qualifikationen und danach werden in anti-chronologischer Reihenfolge, d.h., die letzte Arbeitsstelle wird als Erstes genannt, die früheren Arbeitgeber und Fähigkeiten aufgeführt. Mehr Tipps zum Aufbau des Resume findet ihr hier!

Im Gegensatz zu Deutschland ist der Lebenslauf anonymisiert, d.h., der Bewerber darf keine Angaben zu Geschlecht, Familienstand, Religion und Alter machen sowie kein Foto der Bewerbung beilegen. Falls dagegen verstoßen wird, kommt es zum direkten Ausschluss der Bewerbung. Das Antidiskriminierungsgesetz wird in den USA sehr streng befolgt, da jeder eine faire Chance auf ein Vorstellungsgespräch haben soll.

Der Versand:

Die Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf & Co.) werden in den USA vor allem per E-Mail verschickt, was einem Bewerber aus dem Ausland sehr entgegen kommt und die Bewerbung auf viele Jobs vereinfacht.

Kontakte schaffen

Um eure Bewerbungen informativer zu gestalten, solltet ihr euch nicht nur über die Jobs schlau machen, sondern auch über die Unternehmen. Informationen zu diesen findet ihr, wie gewohnt, im Internet. Doch nicht nur die Unternehmenswebsites sind eine hilfreiche Quelle. Karrierenetzwerke, wie XING und LinkedIn, liefern euch nicht nur wichtige Informationen, sondern ermöglichen euch, Angestellte und Geschäftsführer persönlich zu kontaktieren. LinkedIn ist vor allem in englischsprachigen Ländern beliebt – also für eine Bewerbung in den USA wie gemacht!

Berufserfahrung sammeln

TIPP Hochschulabsolventen sollten zunächst versuchen ein Praktikum zu bekommen, da Bewerber aus dem Ausland ohne Berufserfahrungen oftmals keine Chance auf einen Arbeitsplatz in den USA haben. Auch für Auszubildende ist ein beruflicher Aufenthalt in den USA nicht undenkbar. Am besten eignet sich ein Praktikum im amerikanischen Ausland in diesem Fall, welches sich nahtlos an die abgeschlossene Berufsausbildung anschließt.

Eure Sprachkenntnisse

Besonders aufgrund der Internationalisierung der Märkte ist ein gutes Englisch inzwischen Pflicht und nicht mehr ein Bonus in der Arbeitswelt. Das Schulenglisch ist meist unzureichend für die Geschäftswelt und sollte z.B. durch Wirtschafts-Englisch-Kurse und/oder einfache Sprachkurse verbessert werden. Denn ob ihr den Job oder eine Absage bekommt, entscheidet sich spätestens im Vorstellungsgespräch, in dem ihr selbst Rede und Antwort stehen müsst.

Das Visum

Das größte Hindernis neben der Sprache ist die Beantragung eines Arbeitsvisums in den USA. Dieses Visum wird nur vergeben, wenn bereits ein Arbeitgeber gefunden wurde, der dies auch bestätigt. Natürlich ist dadurch der bürokratische Aufwand für das amerikanische Unternehmen weit größer als bei einem einheimischen Arbeitnehmer, sodass der potenzielle Arbeitgeber noch viel mehr vom Bewerber überzeugt werden muss.

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