Tipps für die Bewerbung als Promoter

Tipps für die Bewerbung als Promoter

© Jeanette Dietl – Fotolia

Bewerbung ist nicht gleich Bewerbung. Das soll heißen, dass die Bewerbung von einem Handwerker auf eine Stellenausschreibung nicht so aufgebaut sein wird, wie die Bewerbung eines Managers auf eine Führungsposition. Einzelne Berufe stellen ganz eigene Herausforderungen an die Raffinessen eines Bewerbungsschreibens, so auch der Job „Promoter“.

Promoter sind die Menschen, die beispielsweise in einem Supermarkt, auf Events oder auf einer Messe freundlich ein Produkt präsentieren. Neben dem zumeist sympathischen Auftreten, unterstützt durch eine positive Ausstrahlung, benötigen sie vor allem eins: Ein gesundes Selbstbewusstsein sowie die Fähigkeit gerne zu kommunizieren.

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Kommunikation ist das A und O!

Bevor die Gedanken um die Bewerbung als Promoter kreisen, sollte der Bewerber sich selbst und seinem Umfeld folgende Fragen stellen:

    • Es kann sein, dass ich ein Kostüm tragen muss.
      • Würde ich das gerne machen?
      • Wäre mir das peinlich?
      • Kann ich dabei ernst bleiben?
    • Wäre es mir egal, wenn mich Freunde/Bekannte bei der Promotion für ein (für mich) peinliches Produkt sehen?
    • Kann ich auf fremde Menschen zugehen und den Kontakt herstellen?
    • Komme ich gut mit anderen Menschen ins Gespräch?
    • Fällt es mir leicht, ein Gespräch zielführend zu lenken?
    • Kann ich entspannt auf plötzliche Fragen antworten?
    • Bin ich geduldig und nicht schnell von anderen Menschen genervt?

Wie lauten eure Antworten? Wenn keine dieser Fragen mit einem eindeutigen „Ja!“ beantwortet werden kann, ist es fraglich, wie geeignet ein Beruf in dem Bereich Promotion für einen selbst ist. Schließlich ist die Hauptaufgabe eines Promoters, fremde Menschen von einem Produkt, mittels eines zielgerichteten Gesprächs, zu überzeugen. Mit dem Ziel, dass aus einem potenziellen Kunden ein tatsächlicher Kunde wird.

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Von dem potenziellen Promoter zum Promoter

Die Wahl ist gefallen und das Ziel steht fest: Promoter bzw. Promoterin werden.

Folgend gibt es mehrere Möglichkeiten, sich auf eine entsprechende Position zu bewerben. Zum einen besteht die Möglichkeit, sich auf einem Portal, wie beispielsweise promotionbasis.de, anzumelden. Dafür ist Folgendes besonders wichtig:

    • Die E-Mail-Adresse sollte den eigenen Namen beinhalten. hotbunny[at]irgendwas.de oder saufperle[at]anbieter.de werfen ein falsches Bild auf den Bewerber und sollten dementsprechend vermieden werden.
    • Eine Ausbildung in branchennahen Berufen, wie dem Verkauf, ist die beliebteste Qualifikation für Bewerber. Der Job eines Promoters kann allerdings auch als Nebenjob aufgenommen werden.
    • Wer gerade die ersten Schritte als Promoter wagt, der kann seine Jobs unter den bisherigen Referenzen anführen. Sollte jedoch bereits ausreichend Erfahrung vorhanden sein, ist es ratsamer nur die längerfristigen Aufträge zu nennen und nicht jeden Wochenendeinsatz hervorzuheben.
    • Aktualität und Professionalität! Die Fotos der Setcard sollten nicht nur mit einer positiven Ausstrahlung und Offenheit überzeugen, sondern ebenfalls von einem professionellen Fotografen erstellt worden sein. Bedenke, dass diese Bilder als deine Bewerbungsfotos fungieren. Aktualität ist ebenfalls ausschlaggebend, da ansonsten ein falscher Eindruck entsteht.
    • Die konkrete Bewerbung um einen ausgeschriebenen Job ist nicht von Portal zu Portal gleich. Diesbezüglich gilt es, sich vorab zu informieren, welche Standards vorhanden und gewünscht sind.
Profiltipps für Promotionsseiten

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Die Bewerbung bei einer Agentur

Neben der Möglichkeit, sich selbst nach Promotionsjobs umzusehen, gibt es Agenturen, welche entsprechend für einen Auftrag casten. Wer sich in die Hände einer Agentur begibt, hat natürlich den Vorteil, dass sich jemand für einen um die Aufträge kümmert und dementsprechend Casting-Termine ins Haus stehen.

Für die Bewerbung als Promoter(in) bei einer Agentur ist es wichtig, dass zunächst die Anforderungen der Agentur an den Bewerber ausgekundschaftet werden. Gleichwohl es nicht unbedingt mit dem ersten Blick auf die Homepage klar ersichtlich wird, haben manche Agenturen Altersgrenzen, die strengstens eingehalten werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, informiert sich gründlich vorab, entweder per E-Mail oder durch ein Telefonat.

Tipps zur Fortbildung zum Promoter bzw. zur Promoterin:

TIPP Die Voraussetzung für die Tätigkeit eines Promoters ist im Regelfall eine vorangegangene Ausbildung im Verkauf. Passende Weiterbildungen finden sich in den Bereichen Marketing und Kommunikationstraining. Bei vorweisbarer Qualifikation kann der Beruf des Promoters ebenfalls als Nebenjob ausgeübt werden. Promoter/innen werden am häufigsten auf Messen und Events eingesetzt, sind aber auch zum Beispiel im Einzelhandel tätig.

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Weitere Vorteile:

Gerade durch ein vorhergehendes Telefonat zeigt der Bewerber der Agentur deutlich, dass er nicht schüchtern ist, sondern offen nachfragt. Des Weiteren kann folgend im Bewerbungsschreiben für die Agentur bereits auf das Telefonat verwiesen werden.

Von dem reinen Aufbau unterscheidet sich die Bewerbung bei einer Agentur – insofern nicht auf ein gesondertes Bewerbungsverfahren (ein Bewerbungsbogen zum Beispiel) verwiesen wird – nicht von anderen Bewerbungsunterlagen. Benötigt wird ein Anschreiben, ein Deckblatt, ein Lebenslauf und optional ein Motivationsschreiben, um sich für ein Vorstellungsgespräch zu qualifizieren.

Das Anschreiben: In dem Anschreiben hast du die Möglichkeit, dich von deiner besten Seite zu präsentieren. Verweise auf Erfahrungen in dem Bereich der Promotion. Beispielsweise ist es vorteilhaft, bereits im Vorfeld eine Arbeit im Bereich Verkauf ausgeführt zu haben. Dadurch zeigst du bereits Erfahrungen mit dem direkten Verkauf sowie mit dem Kundenkontakt.

Das Deckblatt: Bei der Bewerbung als Promoter gilt es, sich eines immer klar vor Augen zu halten: Es handelt sich um einen Job, bei dem es ebenfalls um das Auftreten sowie das äußere Erscheinungsbild geht. Das Deckblatt bietet dir die Möglichkeit, dein professionelles Bewerbungsbild in Szene zu setzen. Überdies unterscheidet sich das Deckblatt für die Bewerbung als Promoter nicht von dem Deckblatt einer anderen Bewerbung.

Der Lebenslauf: Bei dem Lebenslauf solltest du dich an die antichronologische, besser bekannt als amerikanische, Variante halten. Du führst deine letzten beruflichen sowie schulischen Stationen auf. Verzichte jedoch auf unwichtige Informationen. Wann du im Kindergarten gewesen bist, interessiert nun wirklich nicht.

Das Motivationsschreiben: Während du in deinem Anschreiben bereits deine Stärken für eine Agentur herausarbeiten kannst, hast du in dem Motivationsschreiben die zusätzliche Möglichkeit für dich zu werben. Nutze diese dritte Seite, um nicht nur von dir, sondern ebenfalls von deinen Qualifikationen für einen Promotionsjob zu überzeugen. Bedenke: Wenn du dich hier zielorientiert ausdrückst, kannst du direkt dein Talent für eine effiziente Kommunikation unter Beweis stellen.

Das Bewerbungsfoto: Nicht nur die Bilder in deiner Setcard, sondern ebenfalls dein Bewerbungsfoto sollte aktuell sein. Ebenso gilt es, sich mit dem Bild richtig in Szene zu setzen. Das bedeutet, dass deine positive, offene Art über deine Kleidung sowie deine Ausstrahlung übermittelt wird. Am besten gehst du dafür zu einem professionellen Fotografen und lässt dich von diesem beraten.

Tipps für die Bewerbung per E-Mail: Wer den Kontakt zum Unternehmen online herstellen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Im Anhang sollten alle Bewerbungsunterlagen in der richtigen Reihenfolge eingestellt werden. Außerdem sollte jedes Dokument treffend benannt werden. Personaler haben keine Zeit, um sich erst durch jede einzelne Datei zu klicken, bis sie die Unterlagen finden, die sie benötigen. Daher ist eine aufgeräumte E-Mail Pflicht.

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Der Pluspunkt:

TIPP Das Design: Führe dir auch an diesem Punkt noch einmal vor Augen, auf welche Stelle du dich bewirbst. Natürlich ist es deine Entscheidung, wie wichtig dieser Job für dich ist. Doch im Kern geht es bei Promotions um eine rundum gelungene Präsentation mit dem Ziel zu verkaufen. Das gleiche Ziel hast du ebenfalls mit deiner Bewerbung. Wenn du ihr beispielsweise mit einem speziellen Bewerbungsdesign, etwas Farbe verleihst setzt du das Tüpfelchen auf das i.

Bewerbungstipps Promoter

© Bewerbung.net

Zu guter Letzt sei noch hinzugefügt:

Egal, ob du dich per E-Mail oder schriftlich für eine Karriere als Promoter bewerben möchtest, behalte grundlegend eine Sache im Hinterkopf: Massenbewerbungen, die sich nicht zielgerichtet an eine Agentur, beziehungsweise einen Auftraggeber, wenden, bringen dich nicht weiter. So, wie du später bei einem Produkt aufweisen wirst, warum es genau für diese Person das Richtige ist, musst du ebenfalls bei deinen Bewerbungen vorgehen. Anschließend dürfte deiner Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – oder einem Casting – nichts mehr im Weg stehen.

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