Die Kurzbewerbung

„Kurz“ ist eines der Lieblingswörter vieler Personalmanager. Warum? Weil Bewerbungen zu sichten ein Haufen Arbeit sein kann, vor allem dann, wenn man unter Zeitdruck steht. Diesen Umstand können selbst Bewerber nachvollziehen. Die Erstellung von Bewerbungsunterlagen geschieht eben auch nicht von jetzt auf gleich. Auf beiden Seiten heißt es daher: In der Kürze liegt die Würze!

Doch was ist eigentlich eine Kurzbewerbung und wieso macht sie Lust auf mehr? Wie ist sie aufgebaut und wann ist es besser, eine vollständige Bewerbung zu versenden? Wir haben die Antworten!


Definition

Eine Kurzbewerbung ist ein Jobgesuch, welches nicht den vollen Umfang an Unterlagen einer durchschnittlichen Bewerbung enthält.

Kurzbewerbung, minimaler Umfang weckt Neugierde

Die Kurzbewerbung soll kurz und knapp alle wichtigen Infos über den Bewerber liefern

Lampe Einen naheliegenden Vergleich bietet der Teaser eines Kinofilms. Um zu überprüfen, ob das Publikum überhaupt Interesse am Film hat bzw. um selbiges zu steigern, wird ein solches Video produziert. Die Kurzbewerbung verfolgt einen ähnlichen Zweck. Um die Neugierde von Arbeitgebern zu wecken bzw. zu überprüfen, ob überhaupt ein Interesse des Arbeitgebers besteht, beinhaltet eine Kurzbewerbung daher keine Leistungsnachweise.

Genauer ausgeführt bedeutet das, dass keine (Zertifikate und sonstige) Zeugnisse beigelegt werden und der Inhalt von Anschreiben und Lebenslauf angepasst wird. Wie genau, erfahrt ihr jetzt.


Inhalt

In einer Kurzbewerbung sind Bewerbungsunterlagen enthalten, welche die Qualifikationen des Bewerbers auf einen Blick darlegen.

Eine Kurzbewerbung besteht aus folgenden Unterlagen

  • Bewerbungsschreiben bzw. einem kurzen „Über mich“-Text
  • Lebenslauf (tabellarisch, nicht so detailliert, idealerweise auf einer Seite)
  • Bewerbungsfoto (nicht obligatorisch)

Nicht enthalten sind alle Bewerbungsunterlagen, welche als Belege der Qualifikationen des Bewerbers dienen. Arbeitszeugnisse sowie Zertifikate von Fort- und Weiterbildungen werden also zunächst weggelassen. Diese Vorgehensweise soll bewirken, dass Arbeitgeber sich ein schnelles Bild des Bewerbers machen können und danach selbst entscheiden, ob ihr Interesse so groß ist, dass sie den Rest der Unterlagen (unten aufgelistet) ebenfalls sichten möchten.

Nicht enthaltene Dokumente

  • Zeugnisse
  • Praktikumsnachweise
  • Zertifikate
  • Etc. …

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten für den Aufbau einer Kurzbewerbung

Die klassische Bewerbung
1. Seite: Anschreiben, 2. Seite: Lebenslauf + Bewerbungsfoto

Der Bewerbungsflyer
1. Seite: Anschreiben / „Über mich“-Text + Bewerbungsfoto (vorne), Lebenslauf (hinten)

Kurzbewerbungen können sich zudem inhaltlich (Anschreiben) unterscheiden und haben andere Einsatzmöglichkeiten als unsere „übliche“ Bewerbung für eine Stelle. Gibt es ein Unternehmen das ihr toll findet, aber leider aktuell keine Stellen ausgeschrieben hat? Erfahrt jetzt, warum eure Kurzbewerbung euch trotzdem die Stelle verschafft und als Initiativbewerbung selbst unausgeschriebene Jobs möglich macht!
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Einsatz der Kurzbewerbung

Früher ging jede Bewerbung per Post raus. Heute macht uns die E-Mail das Leben leichter und verschafft Personalmanagern mehr Freiraum auf ihren Schreibtischen.

Der Trend ist klar: Kürzer, schneller und effektiver! So soll eine Bewerbung sein.

Die Kurzbewerbung vereint all diese Erfordernisse und ist gleichzeitig übersichtlicher als eine komplette Bewerbungsmappe. Sie ist schnellt gesichtet und somit die perfekte Lektüre für Personalmanager, wenn die Zeit knapp ist. Für Bewerber ist sie daher auch auf Jobmessen ein idealer Begleiter.

Kurzbewerbung offen initiativ Unterschiede

Die Unterschiede zwischen einer offenen und einer initiativen Kurzbewerbung

  • Doch aufgepasst: Wer seine Kurzbewerbungen direkt an den Mann bringen will, sollte für jede Situation gewappnet sein. Vielleicht gibt es eine favorisierte Branche oder Tätigkeit, auf die sich Anschreiben und Lebenslauf beziehen. Da jedoch zuvor kein bestimmter Ansprechpartner auszumachen ist, muss der Bewerber sein Anliegen und seine Qualifikationen so allgemein wie möglich darlegen.
  • Etwas leichter haben es Bewerber, die einen bestimmten Arbeitgeber im Blick haben und ihr Wissen über das Unternehmen im Anschreiben voll und ganz ausnutzen können. Am effektivsten ist eine Kurzbewerbung somit, wenn Sie als Initiativbewerbung genutzt wird.

Lampe Rund 80% aller Einstellungen erfolgen ohne Stellenausschreibung! Erfahrt auf die-bewerbungsschreiber.de, wie ihr es durch eure Bewerbung dennoch ins Vorstellungsgespräch schafft und warum eine Initiativbewerbung dabei ein Muss ist.


Eine kurze Zusammenfassung

Kurzbewerbungen können einem Bewerber die Jobsuche erleichtern und sind wie geschaffen, um ein schnelles Feedback einzuholen. Jedoch müssen die Inhalte auf den ersten Blick überzeugen. Wer bereits eine konkrete Stellenausschreibung im Auge hat, sollte daher kein Risiko eingehen und auf eine vollständige Bewerbung bauen.