Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft

Die Wahl des Berufs sollte in erster Linie den persönlichen Interessen eines jeden Arbeitnehmers entsprechen. Doch mit der sich ständig ändernden Gesellschaft ändern sich auch die Anforderungen am Arbeitsmarkt. Alteingesessene Berufsbilder sterben aus und Jahr für Jahr kommen neue dazu. Vor rund 20 Jahren hat beispielsweise noch niemand etwas von einem Digital Content Designer oder einem Social Media Manager gehört. Wir zeigen euch, was ihr beachten müsst und wie ihr eure Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft sichern könnt.

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  • Arbeitsmarkt der Zukunft - Mann mit Tasche

Die Wahl des richtigen Studiums

Im Rahmen ihres regelmäßigen Puls Checks hat das Portal Campusjäger nun Studenten zu ihren Einschätzungen ihrer beruflichen Zukunftsperspektiven befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass es hier deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Studienrichtungen gibt. Nicht alle Studenten sind sich sicher, mit Ihrem Studiengang zukünftig gute Chancen am Arbeitsmarkt zu haben. Immerhin 6 Prozent sind sich bereits jetzt sicher, dass mittel- und langfristig nichts an einem Jobwechsel vorbeiführen wird.

Technische Berufe bleiben gefragt

Schlagwörter wie Digitaler Wandel und Industrie 4.0 beherrschen die Arbeitswelt schon seit einigen Jahren. Der damit einhergehende Bedarf an qualifizierten Fachkräften zeigt, dass rund 90 Prozent der befragten Studenten technischer Studiengänge keinerlei Bedenken haben, in ihrem Fachbereich langfristig Karriere machen zu können. Insbesondere bei den sogenannten Green Jobs, wie etwa im Bereich Solartechnik, ist in Zukunft von einer gesteigerten Nachfrage nach sachkundigen Ingenieuren und Facharbeitern auszugehen. Sozial- und Geisteswissenschaftler hingegen sehen ihren Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft deutlich pessimistischer entgegen.

Infografik - Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft

Weiterbildung oder Branchenwechsel?

Um sich langfristig am Arbeitsmarkt behaupten zu können, halten viele Studenten es für nötig, sich innerhalb ihres Fachbereichs weiterzubilden oder zu spezialisieren. Ein Branchenwechsel kommt für die Wenigsten infrage. Mit lediglich 8 Prozent sind die Geisteswissenschaftler hier die führende Gruppe, obwohl 30 Prozent von ihnen nicht an gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft glauben.

Infografik - Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt der Zukunft

Welche Soft Skills sind gefragt?

Die Wenigsten sehen in Kreativität eine unverzichtbare Eigenschaft. Abseits ihrer fachlichen Qualifikationen gehen die meisten der befragten Studenten davon aus, dass insbesondere Sozialkompetenz und Flexibilität eine große Rolle im Berufsleben spielen werden. Dabei wird vor allem räumliche Flexibilität gefragt sein. Für den Job in eine andere Region oder sogar ins Ausland zu ziehen, ist bereits heute für viele Arbeitnehmer selbstverständlich.

Die Digitalisierung wird es in Zukunft allerdings auch immer mehr Menschen ermöglichen, standortunabhängig zu arbeiten. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung werden Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen.

Infografik - Skills für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Mit welchen Änderungen ist zu rechnen?

Dass sich etwas verändern wird, steht für fast alle der befragten Studenten außer Frage. Lediglich ein Prozent der Teilnehmer glaubt daran, dass es auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft keine großen Veränderungen geben wird. Eine Veränderung des täglichen Arbeitsumfeldes, vereinfachte Arbeitsabläufe, die gläserne Gesellschaft und totale Globalisierung halten viele für wahrscheinlicher. Erstaunlich ist, dass nur 7 Prozent der Befragten eine hohe Arbeitslosenquote erwarten.

Infografik - Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft

Zukunftsforscher bestätigen die Ergebnisse

Die Ansichten und Erwartungen der Studierenden decken sich mit den Ergebnissen verschiedener Studien zu den Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Allein aufgrund der zunehmenden Digitalisierung werden zukünftig immer neue Berufe im informatisch-technischen Bereich entstehen. Gerade spezialisierte Fachkräfte dürften daher von dauerhaft guten Karrieremöglichkeiten profitieren. Durch den demografischen Wandel und die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft wird es in Zukunft ebenfalls eine hohe Nachfrage nach Pflege- und Sozialberufen geben.

Zu den Verlierern dürften vor allem Mitarbeiter einiger Dienstleistungssektoren und produzierender Gewerbe zählen. Immer effizientere Produktionswege verlangen nach immer weniger Mitarbeitern für die gleichen Ergebnisse. Die Chance, komplett von einer Maschine abgelöst zu werden, ist in vielen Berufen dieser Branchen ebenfalls als relativ hoch einzuschätzen.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie findet ihr hier.

Von | 2017-08-16T12:10:30+00:00 23. Mai 2017|Berufsleben, Jobsuche|