Ist eine Guerilla-Bewerbung erfolgsversprechend?
Oftmals ist der Bewerbungsprozess sehr frustrierend, da man auf seine Vielzahl von Bewerbungen keine Antwort oder nur Absagen erhält. Die Gründe können vielfältig sein. Z.B. unzureichende Qualifikation oder sogar schwerwiegende formale Fehler im Anschreiben und/oder im Lebenslauf.
Besonders in grossen Unternehmen kann es von Vorteil sein, wenn sich die Bewerbung äusserlich (Form, Farbe etc.) von den restlichen Bewerbungsunterlagen abhebt. Die Personalabteilungen erhalten so viele Unterlagen mit oftmals sehr ähnlichen Qualifikationen, dass ein Unterschied in der Präsentation viel ausmachen kann.
Was ist eine Guerilla-Bewerbung?
Bei sogenannten Guerilla-Bewerbungen versucht der Bewerber sich bewusst durch kreative Bewerbungsformen von seiner Konkurrenz abzuheben. Diese Art von Bewerbungen ruft auf jeden Fall die Aufmerksamkeit des Personalers hervor, aber ob es eine positive oder negative ist, kann oftmals nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden.
Generell eignet sich diese Form von Bewerbungen für kreative Berufe und junge Bewerber. Es wirkt eher befremdlich, wenn ein 45-jähriger Bankkaufmann seine Bewerbung an den Filialleiter, z.B. in einer Pizzaschachtel versteckt, verschickt.
Beispiele für Guerilla-Bewerbungen
Natürlich soll die Kreativität nicht erzwungen werden. Ein schlechte Idee ohne Konzept kann genauso schnell dazu führen, dass die Bewerbung im Papierkorb landet. Jedoch gibt es auch einige positive Beispiele, z.B. die Bewerbung in Form einer Bratpfanne eines Koches, der Aufruf eines Bewerbers im Internet das Praktikum bei einem Radiosender durch Fanpost zu erhalten, oder das Verschicken eines Osterhasens vor Weihnachten mit dem Spruch, dass der Bewerber eben seiner Zeit voraus ist.
Einige Bewerber haben auch schon verderbliche Lebensmittel an die Personalabteilung verschickt, was immer ein grosses Risiko ist, da man nie sicher sein kann, wann die Bewerbungsunterlagen geöffnet werden. In diesem Falle wird das Öffnen der Unterlagen nach einiger Zeit definitv einen bleibenden Eindruck beim Personaler hinterlassen, aber leider mit negativen Beigeschmack.
Sehr im Trend ist/war auch die Idee seinen Lebenslauf auf Toilettenpapier zu schreiben und in öffentlichen Toiletten zu verteilen, in der Hoffnung, dass ein zukünftiger Arbeitgeber diese liest. Die Erfolgsquote scheint mir in diesem Fall, aber sehr klein zu sein.

