Follow-up des Vorstellungsgesprächs

Oft stellen sich Bewerber nach dem Bewerbungsgespräch die Frage, ob sie ein sogenanntes Follow-up machen sollen oder nicht. Viele fürchten sich davor, den Personaler durch eine Nachfrage oder ein Dankesschreiben zu „belästigen“ und die Chancen auf den Job zu verschlechtern.

Tipps für die richtige Verhaltensweise nach dem Vorstellungsgespräch liefert dieser Artikel.


Check Ein Bewerber sollte grundsätzlich keine Angst davor haben, sich nach dem Bewerbungsgespräch erneut bei dem Arbeitgeber zu melden. Zumindest mit einem Dankesschreiben, in Form einer E-Mail direkt nach dem Interview, kann nichts schiefgehen. In einigen Fällen wartet die Personalabteilung des Unternehmens sogar darauf, dass du dich nach dem Interview nochmals kurz meldest und dein Interesse an der Arbeitsstelle zeigst. Zwar ist das Follow-up selten entscheidend bei der Bewerbung, dennoch bleibst du dem Personaler dadurch gut in Erinnerung. Damit verschaffst du dir auch nach dem Vorstellungsgespräch einen großen Vorteil unter deinen Mitbewerbern.

TIPP Wer ein Follow-up nach dem Bewerbungsgespräch machen will, sollte dafür unbedingt die richtigen Kontaktdaten des Interviewpartners haben und nicht die E-Mail an eine allgemeine Kontaktadresse schicken. Deswegen frage nach dem Vorstellungsgespräch immer nach der Visitenkarte deines oder deiner Gesprächspartner. Dort findest du natürlich auch den Namen wieder. Falls du diesen bei der Vorstellung aus Nervosität nicht verstanden oder vergessen hast, kann die Visitenkarte ein geschickter Ausweg sein, der dir das peinliche Nachfragen erspart.

Das Dankesschreiben nach dem Bewerbungsgespräch

Am besten verschickst du das Dankesschreiben per E-Mail noch am Abend des Vorstellungsgespräches an deinen persönlichen Gesprächspartner. So sieht dein Interviewer die Nachricht direkt am nächsten Morgen und er kann dich richtig zuordnen. Zweck des Schreibens ist es, sich kurz für die Gelegenheit zum persönlichen Vorstellungsgespräch zu bedanken.

Mit den folgenden Tipps, kannst du deiner Nachricht jedoch mehr Gewicht verleihen und sogar die Meinung des Personalers auch nach der eigentlichen Bewerbung positiv beeinflussen.

Tipps für den Inhalt des Dankesschreibens:

  1. Gib an, wann das Bewerbungsgespräch geführt wurde.
  2. Bekunde dein weiteres Interesse an dem Job.
  3. Betone die wichtigsten Stärken und Qualifikationen für den Job, die du auch im Lebenslauf und Bewerbungsschreiben hervorgehoben hast.
  4. Beziehe dich auf die Schwerpunkte des Vorstellungsgesprächs.
  5. Bedanke dich bei deinem Interviewer (und eventuell bei weiteren anwesenden oder dir im Gespräch vorgestellten Mitarbeitern).

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✔ In gewissen Fällen bietet es sich an Fehler oder Defizite, die im Bewerbungsgespräch deutlich wurden, zu erklären – z.B., dass man Probleme mit einer Frage hatte aufgrund von Nervosität und wie man im Nachhinein antworten würde. Mit solchen Hinweisen solltest du allerdings vorsichtig umgehen, da du somit den Personaler auch auf deine Schwächen aufmerksam machst. Bleibe aber immer unaufdringlich und freundlich!

TIPP Auch bei einer erfolglosen Bewerbung bzw. nach der Absage des Unternehmens, solltest du eine sympathische Mail schicken. Dann bleibt dem Personaler deine Person weiterhin in Erinnerung und falls dem genommenen Bewerber in der Probezeit gekündigt wird, bist du eine gute Anlaufstelle für den Arbeitgeber.

Wann und wie darf die Nachfrage beim Unternehmen erfolgen?

Lampe Nach ca. einer Woche empfiehlt es sich beim Interviewer anzurufen und sich zu erkundigen, wann die Entscheidung über die Jobvergabe getroffen wird. Außer es steht noch ein zweites Vorstellungsgespräch bevor oder dir wurde beim Vorstellungsgespräch ein konkretes Datum genannt, an dem die Entscheidung getroffen wird und du eine Rückmeldung erhältst. Im zweiten Fall solltest du den angegebenen Termin abwarten, bevor du dich meldest. Erst wenn der Termin ohne eine Rückmeldung verstreicht, kannst du den Personaler anrufen.

Während des Telefongesprächs solltest du dich nicht nur nach dem aktuellen Stand bei der Jobvergabe erkundigen. Falls der Personaler nicht zu erreichen ist, dann hinterlasse ihm eine kurze Nachricht mit den wichtigsten Punkten auf seinem Anrufbeantworter. Danach sollte der Interviewer nur noch alle ein bis zwei Wochen per Mail oder Telefon kontaktiert werden.

TIPP Frage beim Telefongespräch nach, ob vielleicht neue Fragen zu deiner Person und deinen Qualifikation aufgetaucht sind oder weitere Informationen benötigt werden. Dadurch beweist du deine soziale Kompetenz und verdeutlichst weiterhin dein großes Interesse in dem Unternehmen zu arbeiten.

✔ Ebenso hilfreich ist es nach dem Telefonanruf zusätzlich einen Brief an den Interviewer zu schicken, in dem einerseits nochmals dein Interesse an dem Job und andererseits deine Stärken für diese Arbeitsstelle hervorgehoben werden.