Falscher Beruf? Tipps für den Berufswechsel

Du bist in deinem Job vollkommen unzufrieden? Dann kann es sein, dass du dich nach der Schule für den falschen Berufsweg entschieden hast. Viele Arbeitnehmer merken erst nach mehreren Jahren, dass ihre Stärken und Interessen in einem ganz anderen Bereich liegen. Anzeichen für den falschen Beruf und Tipps für den Berufswechsel geben wir in diesem Artikel.

Falscher Beruf? Zeit für Plan B, den Berufswechsel.

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Arbeitnehmer müssen sich in der Regel direkt nach der Schule für ihren späteren Berufsweg entscheiden. Die wenigsten Menschen wissen jedoch zu diesem Zeitpunkt, was ihr Traumberuf ist und worauf sie sich bewerben wollen. Besonders Studenten mangelt es an Praxiserfahrung. Die Erkenntnis, dass das Berufsfeld einem nicht gefällt, erfolgt deswegen häufig erst nach dem Studium oder nach kurzer Zeit im Arbeitsalltag.

Falscher Beruf oder falscher Arbeitgeber?

Selbst wenn du dich bei deiner Arbeit unwohl fühlst, muss das nicht sofort bedeuten, dass der Beruf falsch ist bzw. du diesen wechseln solltest. In vielen Fällen liegen die Probleme des Arbeitnehmers viel mehr an den Vorgesetzten und Mitarbeitern – nicht an der Tätigkeit.

Anzeichen für den falschen Arbeitgeber:

    • Du verträgst dich nicht mit deinen Mitarbeitern und willst deswegen nicht zur Arbeit gehen.
    • Dein Vorgesetzter kann dich nicht leiden und macht dir das Leben schwer.
    • Du bist enttäuscht von deiner Karriere und wünschst dir eine Beförderung bzw. einen anderen Aufgabenbereich.
    • Das Arbeitsklima in dem Unternehmen gefällt dir nicht.
    • Die Arbeitszeiten sind nicht mit deinem Privatleben vereinbar.

Treffen diese Punkte auf dich zu? Dann ist es zu empfehlen lieber den Arbeitgeber und nicht direkt den Job zu wechseln. Viele Menschen arbeiten viele Jahre lang in ein und demselben Unternehmen, obwohl sie dort unglücklich sind. Dabei kann mit einem anderen Arbeitgeber die Karriere neuen Schwung bekommen und die Arbeit – z.B. durch andere Projekte oder bessere Teamarbeit und Wertschätzung – mehr Spaß machen.

Natürlich ist es wichtig vorher abzuwiegen, wie sicher der derzeitige Job ist und welche Chancen in einem anderen Unternehmen bestehen. Besonders Eltern tun sich mit dieser Entscheidung schwer. Dann stellt sich nicht mehr die Frage, ob das Berufsfeld für dich ungeeignet ist, sondern, ob du mit einem unfreundlichen Chef bzw. den Mitarbeitern leben kannst.

Anzeichen für den falschen Beruf:

    • Unzufriedenheit im Leben bzw. mit der Arbeit, was sich auf das Privatleben auswirkt.
    • Der Job macht dir einfach keinen Spaß.
    • Du übst deinen Beruf nur weiter aus, weil du nicht auf das Geld verzichten willst.
    • Du fühlst dich in deinem Job ständig überfordert und kommst mit dem Stress und der Belastung nicht zurecht.
    • Oder das Gegenteil: Du fühlst dich von deinen täglichen Aufgaben vollkommen unterfordert und langweilst dich im Büro.
    • Du hast eine konkrete Vorstellung davon, was deine wahre Berufung ist.

Diese Anzeichen treffen auf dich zu? Dann spricht das dafür, dass dein jetziger Job nicht der richtige ist. Nicht zwingend muss dies einen Berufswechsel mit sich ziehen. Es kann aber durchaus lohnenswert sein, denn verläuft dieser mit Erfolg, führt dies zu einem insgesamt glücklicheren Leben.

Ein Berufswechsel ist jedoch eine schwerwiegende Entscheidung, die du dir vorher gründlich überlegen solltest. Nur wenige Menschen haben den Mut dazu, da die Karriere zum Stoppen kommt und der Wechsel nicht immer erfolgreich ist. Sind jedoch die Grundvoraussetzungen vorhanden, stehen die Chancen gut.

Was fordert ein Berufswechsel?

Wer einen beruflichen Neuanfang wagen will, braucht Durchhaltevermögen, einen starken Willen, große Lust etwas Neues zu lernen und die Unterstützung des privaten Umfeldes. Dabei ist es egal, wie alt du bist.

Grundvoraussetzung für Berufsumsteiger ist, dass sie wissen, wo sie stattdessen arbeiten wollen. Ein klares Ziel hinsichtlich der neuen Anstellung sollte unbedingt vor dem Wechsel existieren. Gehe dabei aber nicht nur nach dem Geld und bleibe realistisch. Wer kein Abitur oder Studium absolviert hat, kann nicht plötzlich Rechtsanwalt werden.

Damit im zweiten Anlauf der passende Beruf gefunden wird, ist es wichtig sich vorher genau über die Berufe zu informieren. Folgende Fragen solltest du dir beantworten können:

    • Welche Branche ist für mich interessant und auf dem Arbeitsmarkt gefragt?
    • Welche Chancen habe ich in dem neuen Job?
    • Nutze ich meine Stärken, Erfahrungen und Interessen richtig aus?
    • Brauche ich für den Beruf eine zusätzliche Ausbildung oder ein Studium?
    • Wie viel Zeit würde der Wechsel in Anspruch nehmen und kann ich mir diese Auszeit leisten (privat und finanziell)?
    • Ist es möglich eine Weiterbildung neben der Arbeit zu absolvieren?
    • Was sind die spezifischen Inhalte und Tätigkeitsbereiche des neuen Berufs?

TIPP Erst wenn du konkrete Antworten hast, macht die Bewerbung in einem anderen Berufsfeld Sinn. Natürlich sollte aber ein gewisses Talent für den Job vorhanden sein. Wer z.B. plötzlich ein Modedesigner werden will, aber kein Talent zum Zeichnen hat, wird es schwer haben.

Fazit:

Eine Umorientierung ist eine große Entscheidung und sollte daher nicht nur aus einer Laune heraus getroffen werden! Informiere dich deswegen vorher gründlich. Entscheide dich für einen Beruf, der deinen Stärken und Interessen entspricht und in dem du dir eine Karriere gut vorstellen kannst.

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