Deine Kündigung: Time to say goodbye

Die Kündigung ist einer der letzten Eindrücke, die du bei deinem Arbeitgeber hinterlässt. Dieser Eindruck sollte möglichst gut sein, da du nie weißt, wie gut sich dein Ex- und dein neuer Chef kennen. Damit dir dies gelingt, haben wir ein paar Tipps für deine Kündigung!

Deine Bewerbung war absolut erfolgreich und du hast deinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Nun gilt es, schleunigst die Kündigung aufzusetzen, damit du pünktlich deine neue Position im neuen Unternehmen antreten kannst. Allerdings bist du dir nicht sicher, was du genau in oder wie du überhaupt deine Kündigung zu schreiben hast.

Was du für deine Kündigung zunächst wissen musst:

Schriftlich oder mündlich?

Text mit Füller geschrieben (als Bild für eine schriftliche Kündigung)

© Aaron Burden

Eine Kündigung deines Arbeitsvertrages muss immer schriftlich erfolgen. Du kannst nicht nur zu deinem Arbeitgeber gehen und sagen „Ich kündige!“, woraufhin für dich dein Arbeitsverhältnis als beendet gilt. In diesem Fall würde es sich nur für dich um eine Kündigung handeln, jedoch nicht für deinen Arbeitgeber. Es empfiehlt sich folglich bei diesem Ausruf immer eine schriftliche Kündigung direkt damit zu überreichen.
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Fehlerfalle!

Reine Formfehler in deinem Kündigungsschreiben können dazu führen, dass diese als nichtig angesehen wird. Formfehler sind zum Beispiel die Gestaltung der Kündigung, der falsche Ansprechpartner, eine fehlende Unterschrift etc.
Im schlimmsten Fall können diese Fehler einen Rechtsstreit zwischen dir und deinem Arbeitgeber zur Folge haben.

Die Kündigungsfrist

Es gilt, dass du immer die Kündigungsfrist einhältst. Falls du dies nicht machst, kann dieser Fehler ebenfalls einen Rechtsstreit zur Folge haben. Zum Thema Kündigungsfrist musst du Folgendes wissen:

  • Die Kündigungsfrist ist die Zeit, die zwischen dem Zeitpunkt, an dem dein Vorgesetzter deine Kündigung erhält und deinem letzten Arbeitstag vergeht. Dies bedeutet, dass die Frist mit dem Tag beginnt, mit dem die Kündigung in den Briefkasten deines Arbeitgebers liegt, oder an dem du sie persönlich abgegeben hast.
    Da häufig von persönlich abgegebenen oder per E-Mail verschickten Kündigungen ausgegangen wird, sollte daher das Datum auf der Kündigung stehen, an welchem du dein Kündigungsschreiben abgibst bzw. verschickst.
  • Grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist nach § 622 BGB 4 Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. Es gibt jedoch Ausnahmen, wodurch sich verschiedene Kündigungsfristen ergeben:
    • Ausnahme 1: Die Probezeit. Die Probezeit beträgt maximal 6 Monate. Möchtest du in dieser Zeit kündigen, beträgt deine Frist 2 Wochen
    • Ausnahme 2: Im Tarif- und/oder Arbeitsvertrag können die Fristen klar geregelt werden.

Ausnahme: Es gibt ebenfalls die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung, beispielsweise eine fristlose Kündigung. Im Gegensatz zu einer normalen Kündigung muss bei dieser Variante ein Kündigungsgrund angegeben werden (Zahlungsverzug, grobe Beleidigung etc.). Die zugelassenen Gründe für eine fristlose Bewerbung findest du im § 626 BGB.

Muss der Empfang der Kündigung bestätigt werden?

Nein. Selbst wenn du um eine solche Bestätigung bittest, so ist der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet. Du kannst, sobald du dich als Arbeitnehmer entschließt zu kündigen, zwei verschiedene Möglichkeiten nutzen:

  1. Erstelle ein Duplikat. Bitte darum, dass dir darauf mit Datum kurz der Erhalt bestätigt wird.
  2. Alternativ bittest du (falls vorhanden) ein Mitglied des Betriebsrats darum , dich bei der Abgabe deiner fristgerechten Kündigung zu begleiten. Dadurch hast du, für den Fall der Fälle, einen Zeugen.

Ebenso kannst du natürlich innerhalb des Kündigungsschreibens darum bitten, dass der Erhalt sowie deine Kündigung selbst bestätigt wird.

Nach dem Arbeitszeugnis in der Kündigung fragen?

Ja. Im Kündigungsschreiben kannst du direkt nach einem Arbeitszeugnis fragen. Dieses kannst du mit Beginn der Kündigungsfrist erhalten, um es deinem neuen Arbeitgeber vorzulegen. Dein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, dir nach § 630 BGB ein Arbeitszeugnis zu erstellen. Beachte jedoch bei dessen Erhalt die Formulierungen, die verwendet werden.

Mit diesem Wissen gespickt, bist du für den Plan zu kündigen gewappnet. Nun gilt es, dass du dein Kündigungsschreiben verfasst. Damit deine Kündigung vollständig ist und du nicht aus Versehen Formfehler begehst, gibt es im Anschluss Tipps für den Inhalt deiner Kündigung:

Name und Anschrift in der Kündigung

Die Anschrift von dir als Arbeitnehmer (ggf. mit Personalnummer) sowie die Anschrift deines Arbeitgebers müssen vollständig sein. Das Nennen einer Personalnummer (falls vorhanden!!) hilft deinem Arbeitgeber bzw. der Personalabteilung dabei, deine Kündigung schnell richtig zuzuordnen.
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Das Datum deiner Kündigung

Lampe Wie bereits erwähnt, muss es sich hierbei um das Datum handeln, an welchem du deine Bewerbung absendest. Achte zudem bei der Kündigungsfrist, dass du innerhalb der vorgegebenen Zeit bleibst!
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Betreff im Kündigungsschreiben

Der Betreff muss so eindeutig wie möglich sein und sollte kurz gehalten werden: „Kündigung
Insofern du das konkrete Datum kennst, an dem du deinen Arbeitsvertrag unterschrieben hast, so kannst du dies wie folgt angeben: „Kündigung meines Arbeitsvertrags vom [Datum]“
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Anrede in der Kündigung

Ebenso wie bei einem Bewerbungsschreiben gilt es bei einer Kündigung den zuständigen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Dieser wird korrekt mit (falls vorhanden) allen akademischen Titeln genannt.
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Der Abschluss des Kündigungsschreibens

Zum Schluss musst du beachten, dass du deine Kündigung mit einer handschriftlichen Unterschrift versiehst.
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TIPP Die Zeit nach der Kündigung
Sobald du gekündigt hast, solltest du unbedingt deiner Arbeit gewissenhaft nachgehen. Du kannst im Vorfeld nicht wissen, wie gut sich Arbeitgeber untereinander kennen oder wie gut Personalabteilungen miteinander vernetzt sind. Damit dein Abschied nicht mit einem negativen Ruf endet, ist es folglich ratsamer, wenn du an deiner Arbeitsweise nichts änderst und vorbildlich bleibst.

Das nachfolgende Bild zeigt dir, wie eine Kündigung rein formell auszusehen hat, damit du in Bezug auf das Arbeitsrecht nicht in Fettnäpfchen trittst.

Kündigung bzw. Kündigungsschreiben Muster
Wir wünschen dir viel Erfolg beim Verfassen deiner Kündigung und hoffen, dass dein neuer Job genau so ist, wie du es dir vorgestellt hast!