Ist eine Guerilla-Bewerbung erfolgsversprechend?

Oftmals ist der Bewerbungsprozess sehr frustrierend, da man auf seine Vielzahl von Bewerbungen keine Antwort oder nur Absagen erhält. Die Gründe können vielfältig sein. Z.B. unzureichende Qualifikation oder sogar schwerwiegende formale Fehler im Anschreiben und/oder im Lebenslauf.

Besonders in grossen Unternehmen kann es von Vorteil sein, wenn sich die Bewerbung äusserlich (Form, Farbe etc.) von den restlichen Bewerbungsunterlagen abhebt. Die Personalabteilungen erhalten so viele Unterlagen mit oftmals sehr ähnlichen Qualifikationen, dass ein Unterschied in der Präsentation viel ausmachen kann.

Was ist eine Guerilla-Bewerbung?

Bei sogenannten Guerilla-Bewerbungen versucht der Bewerber sich bewusst durch kreative Bewerbungsformen von seiner Konkurrenz abzuheben. Diese Art von Bewerbungen ruft auf jeden Fall die Aufmerksamkeit des Personalers hervor, aber ob es eine positive oder negative ist, kann oftmals nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden.

Generell eignet sich diese Form von Bewerbungen für kreative Berufe und junge Bewerber. Es wirkt eher befremdlich, wenn ein 45-jähriger Bankkaufmann seine Bewerbung an den Filialleiter, z.B. in einer Pizzaschachtel versteckt, verschickt.

Beispiele für Guerilla-Bewerbungen

Natürlich soll die Kreativität nicht erzwungen werden. Ein schlechte Idee ohne Konzept kann genauso schnell dazu führen, dass die Bewerbung im Papierkorb landet. Jedoch gibt es auch einige positive Beispiele, z.B. die Bewerbung in Form einer Bratpfanne eines Koches, der Aufruf eines Bewerbers im Internet das Praktikum bei einem Radiosender durch Fanpost zu erhalten, oder das Verschicken eines Osterhasens vor Weihnachten mit dem Spruch, dass der Bewerber eben seiner Zeit voraus ist.

Einige Bewerber haben auch schon verderbliche Lebensmittel an die Personalabteilung verschickt, was immer ein grosses Risiko ist, da man nie sicher sein kann, wann die Bewerbungsunterlagen geöffnet werden. In diesem Falle wird das Öffnen der Unterlagen nach einiger Zeit definitv einen bleibenden Eindruck beim Personaler hinterlassen, aber leider mit negativen Beigeschmack.

Sehr im Trend ist/war auch die Idee seinen Lebenslauf auf Toilettenpapier zu schreiben und in öffentlichen Toiletten zu verteilen, in der Hoffnung, dass ein zukünftiger Arbeitgeber diese liest. Die Erfolgsquote scheint mir in diesem Fall, aber sehr klein zu sein.


Selbstbewusstein im Vorstellungsgespräch und im Berufsleben

selbstbewusstseinEin selbstbewusstes Auftreten ist im Vorstellungsgespräch genauso wichtig wie später im Berufsleben. Nicht jeder besitzt von Natur aus ein starkes Selbstbewusstsein, aber oftmals muss man nur über seinen eigenen Schatten springen, um selbstsicherer zu werden. Heutzutage  werden eine Vielzahl von Seminaren angeboten, um Hilfestellung dabei zu leisten.

Beim Bewerbungsgespräch ist ein sicheres Auftreten gegenüber seinem potenziellen Arbeitgeber aufgrund der speziellen Stressituation sehr schwierig. Aber auch Gespräche mit Kunden, Vorgesetzten und Kollegen verlaufen ganz anders, wenn man selbstsicher auf sein Gegenüber wirkt. Dabei ist die Grenze zur Arroganz meist sehr schmal.

Im Folgenden werden einige Tipps gegeben, um beim Vorstellungsgespräch und im Beruf Selbstsicherheit auf seine Gesprächspartner auszustrahlen.

Klare Aussagen mit Souveränität vorgetragen

Die Sätze sollten klar und gezielt formuliert sein. Füllwörter, lange Nebensätze und/oder ewige Erklärungen zeugen von Unsicherheit des Gesprächsführenden. Dabei sollte immer mit ruhiger und fester Stimme gesprochen werden. Bauchatemübungen können helfen, die Stimme zu beruhigen und tiefer klingen zu lassen. Eine hohe Stimmlage ist meist ein Zeichen von Nervösität und führt oftmals auch zu einer zittrigen Stimme.

Offenheit für überzeugende Argumente

Es ist nie eine Schwäche, wenn man aufgrund von neuen bzw. überzeugenden Argumenten seine Meinung ändert. Im Gegenteil: Dies zeugt von Offenheit. Oftmals enden Arbeitsmeetings ohne klare Ergebnisse, da alle Teilnehmer auf ihre Standpunkte beharren, da sie es als Zeichen von Schwäche ansehen, ihre Meinung im Nachhinein zu ändern. Guten Argumenten gegenüber sollte man jedoch immer aufgeschlossen sein.

Selbstbewusste Körperhaltung

Wichtig ist es, seine Aussagen auch mit der entsprechenden Körperhaltung zu unterstützen. Starke Argumente vorgetragen mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf werden nicht dieselbe Wirkung erzielen wie mit geraden Schultern und erhobenem Kopf. Die Körperhaltung muss die Worte non-verbal unterstützen. Ein Personaler wird der Körperhaltung mehr Beachtung schenken als den Worten, da die Körperhaltung oftmals viel mehr über den Charakter zeigt. 


Optimales Zeitmanagement als wichtige Soft Skill-Eigenschaft

zeitmanagementEs wird zwar in Stellenanzeigen nicht explizit nach Zeitmanagement verlangt, aber sich seine Arbeitszeit strukturiert einzuteilen, stellt immer einen Vorteil gegenüber seinen Mitbewerbern da. Dadurch wird ein strukturiertes, effizientes Arbeiten möglich und vermindert so den empfundenen Stress im Arbeitsalltag. Im Bewerbungsgespräch kann man gezielt auf seine Erfahrungen im Zeitmanagement eingehen und dabei kurz ausführen, welche Methode sich bewährt hat.

Für ein optimales Zeitmanagement können die folgenden Methoden angewandt werden:

  • ALPEN-Methode
  • Eisenhower-Prinzip
  • Pareto-Prinzip

Jeder muss selber ausprobieren, welche Methode für sich am geeignesten ist.

ALPEN-Methode zur Erstellung des Tagesplanes

Das Akronym ALPEN steht für die Begriffe Aktivitäten/Aufgaben, Länge, Pufferzeit, Entscheidungen und Nachkontrolle. Im ersten Schritt müssen alle Aufgaben und Aktivitäten des Tages schriftlich festgehalten werden. Als nächstes wird für jede Aufgabe die Arbeitszeit geschätzt. Da man nie weiss, welche unvorgesehenen Aufgaben (z.B. Übernahme von Aufgaben eines kranken Kollegen, Kundentelefonate etc.) anfallen können, sieht die ALPEN-Methode eine Pufferzeit vor. Generell soll nur 60 Prozent der gesamten Arbeitszeit auf die Aufgaben verteilt werden. 20 Prozent sind für die unvorgesehenen Aktivitäten eingeplant, und die restlichen 20 Prozent für soziale Kontakte (Gespräche mit Kollegen etc.).

Natürlich hängt die Effektivität der Methode stark vom jeweiligen Beruf ab. Die Aufgaben eines kreativen Jobs sind mit Sicherheit insbesondere bzgl. des Zeitfensters schwerer zu definieren.

Eisenhower-Prinzip zur Gewichtung der Aufgaben

Beim Eisenhower-Prinzip (benannt nach dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower) wird jede Aufgabe in einer Matrix nach der Wichtigkeit (wichtig/unwichtig) und Dringlichkeit (dringend/nicht dringend) eingeteilt.

Die wichtigen und dringenden Aufgaben müssen als Erstes erledigt werden. Danach folgen die Tätigkeiten, die als wichtig, aber als nicht so dringend bewertet wurden. Diejenigen Aktivitäten die dringend, aber nicht wichtig sind, können an Kollegen delegiert oder zeitlich verschoben werden. Aufgaben, die als unwichtig und nicht dringend eingestuft werden, können ggf. auf die nächsten Tage verschoben werden.


Gruppenaufgaben beim Assessment Center

gruppenaufgabenBei einem Assessment-Center (AC) müssen neben Einzelaufgaben auch Aufgaben in der Gruppe gelöst werden, um das Verhalten des Bewerbers innerhalb einer Gruppe bewerten zu können. Eine gute Teamfähigkeit sowie eine hohe soziale Kompetenz sind für heutige Unternehmen neben den beruflichen Qualifikationen wichtige Einstellungskriterien.

Im Folgenden werden die klassischen Gruppenaufgaben näher vorgestellt:

Gruppendiskussion zur Beurteilung der sozialen Kompetenz und Rhetorik

Bei Gruppendiskussionen kommt es darauf an, dem Unternehmen zu zeigen, dass man einerseits teamfähig und kompromissbereit ist, aber andererseits auch über Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit verfügt. Die richtige „Mischung“ der verschiedenen Eigenschaften ist entscheidend.

Bei Gruppendiskussionen werden den Teilnehmern entweder Themen vorgegeben, oder es muss gemeinsam ein Thema gefunden werden. In einigen Fällen werden auch verschiedene Rollen an die Bewerber verteilt, um die Pro- und Kontraseite zu vertreten. Auch wenn die Meinung persönlich nicht vertreten wird, kommt es bei dieser Aufgabe nur darauf an, seine rhetorischen Fähigkeiten zu beweisen.

Bei der Gruppendiskussion sollte man seine Gegenüber nie persönlich angreifen und immer auf der sachlichen Gesprächsebene bleiben. Aufgrund des Stresses und des Zeitdruckes kann es öfters zu agressivem Verhalten der Teilnehmer kommen. Hier zeigt sich, wer stressresistent ist und über die Fähigkeit des Konfliktmanagements verfügt.

Gruppenpräsentation als Variante der Vorstellungsrunde

Bei der Gruppenpräsentation werden die Teilnehmer in Gruppen von meist 4 Personen eingeteilt. Die Präsentation dient der Vorstellung der Biografien der einzelnen Bewerber sowie die Heraushebung der Gemeinsamkeiten. Dabei muss ein Gleichgwicht zwischen Teamfähigkeit und der Werbung in eigener Sache gefunden werden, da die Präsentation den ersten Eindruck stark prägt.

Alle Teilnehmer sollten über dieselbe Sprechzeit verfügen. Dies muss jedoch zusammen in der Gruppe beschlossen werden. Die Inhaltsaufteilung sollte schnell erfolgen, damit noch genug Zeit zur Vorbereitung bleibt. Eine gewisse Dramaturgie innerhalb der Präsentation sollte auch nicht fehlen, damit der Vortrag auch gleichzeitig zur Hervorhebung der rhetorischen Fähigkeiten genutzt werden kann.


Codes in Arbeitszeugnissen – Bedeutung der Formulierungen

arbeitszeugnisDas Arbeitszeugnis hilft dem Personaler, anhand  versteckter Bewertungen, das Verhalten sowie die beruflichen Erfahrungen des Bewerbers bei seinen früheren Arbeitgebenr besser einzuschätzen.

Falls ein ehemaliger Arbeitgeber ein schlechtes Zeugnis ausgestellt hat, sollte am Besten darauf verzichtet werden, dieses den Bewerbungsunterlagen beizulegen. Ein schlechtes Arbeitszeugnis ist bereits im Vorfeld ein K.O-Kriterium, um nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Personaler benutzen in den Zeugnissen ganz spezielle Formulierungen und Codes, um den Arbeitnehmer zu benoten. Dabei werden genau wie in der Schule, Noten von 1 bis 6 verwendet. Oftmals ist es für den Arbeitnehmer schwer zu durchschauen, welche Note, welcher Formulierung entspricht. Auf den ersten Blick erscheinen viele Sätze sehr positiv, aber in Wirklichkeit  ist die Bewertung oft mangelhaft.

In vielen kleineren Unternehmen werden die scheidenden Arbeitnehmer aufgefordert, dass Zeugnis selber zu schreiben. Dies ist nicht verboten und in der Praxis auch sehr gängig. Aus diesem Grund ist es auch wichtig die richtigen Formulierungen zu kennen, um sich das bestmögliche Zeugnis auszustellen.

Die wichtigsten Codes in Arbeitszeugnissen

Die wohl bekannteste Formulierung ist „Er arbeitete zu unserer vollsten Zufriedenheit“, was der Bewertung einer 2 entspricht. Eine Einser-Benotung erhält der Arbeitnehmer durch den Zusatz „stets“.

Falls in dem Arbeitszeugnis explizit die Worte „ehrlich“ und „pünktlich“ erwähnt werden, sollte man sofort stutzig werden, da diese Eigenschaften von einem Arbeitnehmer automatisch vorausgesetzt werden. Wenn der Arbeitgeber keine anderen positiven Eigenschaften gefunden hat, dann wird das von Personaler als sehr negativ bewertet. Eine Ausnahme gibt es aber: In den Arbeitszeugnissen der Gastronomie und Einzelhandel ist die Eigenschaft „ehrlich“ besonders wichtig und muss daher besonders hervorgehoben werden.

Durch die Verwendung des Wortes „Betriebsklima“ wird nichts anderes ausgedrückt, als das der Arbeitnehmer ein Alkoholproblem hat. Also, bloss nicht denken, dass ein Beitrag „zur Verbesserung des Betriebsklimas“ eine positive Bewertung der sozialen Kompetenz ist!


Wie sich in den USA bewerben?

USAViele Arbeitnehmer möchten sich in den USA bewerben, um ihren Lebenslauf zu verbessern. Besonders aufgrund der Internationalisierung der Märkte ist ein gutes Englisch inzwischen Pflicht und nicht mehr ein Bonus in der Arbeitswelt. Das Schulenglisch ist meist unzureichend für die Geschäftswelt und muss z.B. durch Wirtschafts-Englisch-Kurse und/oder Auslandsaufenthalte verbessert werden.

Hochschulabsolventen sollten zunächst versuchen ein Praktikum zu bekommen, da Bewerber aus dem Ausland ohne Berufserfahrungen oftmals keine Chance auf einen Arbeitsplatz in den USA haben.

Das grösste Hindernis neben der Sprache ist die Beantragung eines Arbeitsvisums in den USA. Dieses Visum wird nur vergeben, wenn bereits ein Arbeitgeber gefunden wurde, der dies auch bestätigt. Natürlich ist dadurch der bürokratische Aufwand für das amerikanische Unternehmen weit grösser als bei einem einheimischen Arbeitnehmer, so dass der potenzielle Arbeitgeber noch viel mehr von einem überzeugt werden muss.

Die Bewerbungsunterlagen werden in den USA vor allem per E-Mail verschickt, was einer Bewerbung aus dem Ausland sehr entgegen kommt.

Kurzes, prägnantes Anschreiben (Cover Letter)

In dem sogenannten Cover Letter soll kurz und knapp die Qualifikationen sowie Motivation für den Arbeitsplatz präsentiert werden. Wenn dieses nicht überzeugend geschrieben ist, dann wandert die Bewerbung meist direkt in den Mülleimer.

Besonders bei einem Ausländer wird auf ein fehlerfreies Englisch sowie auf die Formulierungen im Anschreiben geachtet. So können die Personaler bereits am Anfang erkennen, ob der Bewerber über genügend Sprachkenntnisse verfügt. Daher ist ein Korrekturlesen durch einen Muttersprachler sehr zu empfehlen.

Anti-chronologischer und anonymisierter Lebenslauf (Resume)

Der Lebenslauf beinhaltet immer am Anfang eine kurze Zusammenfassung der Qualifikationen und danach wird in anti-chronologischer Reihenfolge, d.h. die letzte Arbeitsstelle wird als erstes genannt, die früheren Arbeitgeber und Qualifikationen aufgeführt.

Im Gegensatz zu Deutschland ist der Lebenslauf anonymisiert, d.h. der Bewerber darf keine Angaben zu Geschlecht, Familienstand, Religion und Alter machen sowie kein Foto der Bewerbung beilegen. Falls dagegen verstossen wird, kommt es zum direkten Ausschluss der Bewerbung.


Falschen Beruf ausgewählt?

falscher_jobDa man direkt nach der Schule entscheiden muss, welchen Beruf man ausüben möchte, kommt es vielfach vor, dass man später das Gefül hat, die falsche Entscheidung getroffen zu haben.

Der Arbeitnehmer wird für Jahrzehnte in einem bestimmten Berufsfeld arbeiten und wenn er nicht zufrieden mit seiner Berufswahl ist, dann kann sich dies auch in manchen Fällen negativ auf das Privatleben ausüben. Der Arbeitnehmer kommt unzufrieden von der Arbeit nach Hause zurück und sieht darin nur die Pflicht Geld für die Familie zu verdienen. Den Spass, den man an seiner Arbeit haben sollte, ist nicht vorhanden.

Daher sollte man sich überlegen, ob man nicht noch mal von vorne anfangen kann und einen Berufswechsel anstrebt. Natürlich muss man sich im Vorfeld darüber klar werden, ob einem der Beruf nicht glücklich macht oder einfach nur der derzeitige Arbeitgeber. Ist man unzufrieden mit dem Arbeitsklima im Unternehmen, besteht eine Unter- oder Überforderung der täglichen Aufgaben oder sind die Arbeitszeiten nicht mit dem Privatleben vereinbar etc. In vielen Fällen reicht ein Wechsel des Arbeitsgebers, um sich auch wieder wohl in seinem Berufsfeld zu fühlen.

Was sollte bei einem Berufswechsel beachtet werden?

Wenn man tatsächlich einen beruflichen Neuanfang wagen will, dann braucht man vor allem Durchhaltevermögen, einen starken Willen, grosse Lust was Neues zu lernen und die Unterstützung seines privaten Umfeldes. Dabei ist es egal wie alt man ist. Hauptsache man ist sich sicher, was man will.

Bei seiner neuen Berufswahl sollte man realistisch bleiben. Wer kein Abitur gemacht hat, kann nicht plötzlich Rechtsanwalt werden, aber z.B. vielleicht Rechtsanwaltsgehilfe. Es ist wichtig sich genau über die neue Berufsbranche zu informieren: Welche Berufe werden angeboten, wie lange dauern die Ausbildungen, was sind die Inhalte der jeweiligen Ausbildungen etc. Neben der Lust was Neues zu lernen, sollte auch ein gewisses Talent vorhanden sein. Wer plötzlich z.B. Modedesigner werden will, aber kein Talent zum Zeichnen hat, wird es sehr schwer haben.

Ein Berufswechsel ist eine grosse Entscheidung und sollte daher nicht nur aus einer Laune heraus getroffen werden.


Typische Irrtümer über die Karriere einer Frau

frauen_irrtuemerFrüher gab es für viele Frauen nur die Möglichkeit zwischen Beruf oder Familie zu wählen. Der Mann ging arbeiten und die Frau kümmerte sich um den Haushalt und die Kindererziehung. Heutzutage können sich viele Familien gar nicht mehr den „Luxus“ leisten, dass die Frau zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert, da das Gehalt des Mannes oftmals zur Bestreitung des Lebensunterhaltes nicht mehr ausreicht. Ausserdem möchte die Frau auch neben der Familie ebenfalls Erfolg im Beruf haben, so dass sie auch Anerkennung ausserhalb der Familie erhält.

Viele Frauen, die neu ins Berufleben treten, haben oftmals falsche Vorstellungen über die möglichen Karriereprobleme, denen sie gegenfalls gegenüberstehen werden.

Frauen haben generell ein schlechteres Einstiegsgehalt als ihre männlichen Kollegen

Diese Aussage stimmt nicht. Studien haben gezeigt, dass Frauen unter 30 in Führungspositionen sieben Prozent mehr Gehalt erhalten als Männer in vergleichbaren Positionen. Die Gründe liegen einerseits an den meist besseren Schul- und Hochschulabschlüssen sowie andererseits an der sehr guten sozialen Kompetenz der Frauen.

Später gleicht sich das Gehalt immer weiter an bzw. die Männer verdienen mehr Geld, was aber meist nicht an einer möglichen Diskrimierung der Frau liegt. Frauen verhandeln oftmals viel schlechter und sind meist nicht an einer leistungsbezogenen Prämie interessiert sind, welche aber ein Grossteil des Gehaltes einer Führungskraft ausmacht.

Arbeitende Mütter sind immer im Nachteil

Natürlich muss der Alltag perfekt organisiert sein, wenn man Mutter ist, aber genau das ist ein Pluspunkt bei den Arbeitgebern. Wer es schafft seinen Alltag zwischen Kindergarten, Kindergeburtstagen, Arztterminen und Beruf zu planen, wird dieses Organisationstalent auch bei der Arbeit zeigen. Oftmals erhalten Mütter den Auftrag schwierige Kunden zu betreuen.

Auch das Frauen mit Kindern weniger Gehalt bekommen, ist nicht zwangsläufig so, denn durch das Wissen, dass man nun eine Person mehr ernähren muss, führen Mütter oftmals viel härtere Gehaltsverhandlungen mit ihrem Vorgesetzten als z.B. kinderlose Frauen mit denselben Qualifikationen.


Worauf man bei Bewerbungen im Ausland achten muss

bewerbung_auslandBei Bewerbungen im Ausland ist es besonders wichtig, sich vorher über die landestypischen Unterschiede bzgl. der Bewerbungsunterlagen zu erkundigen.

Je nach Land muss man verschiedene Punkte berücksichtigen. Es reicht z.B. nicht aus einfach nur seine deutschen Dokumente in die jeweilige Sprache zu übersetzen.

Im Weiteren werden die Besonderheiten von Bewerbungsunterlagen in England und Frankreich vorgestellt.

England – Anti-chronologischer Lebenslauf

Die Bewerbungsunterlagen bestehen wie in Deutschland einerseits aus einem maschinengeschriebenen Anschreiben („Cover Letter“ ), in dem die Fähigkeiten und die Motivation des Bewerbers hervorgehoben werden, sowie andererseits aus dem Lebenslauf („Curriculum Vitae“).

Beim Lebenslauf sind mehre Punkte zu beachten. Ersten muss er anti-chronologisch aufgebaut sein, d.h. der Lebenslauf beginnt immer mit der letzten Tätigkeit. Zweitens sollten kein Bewerbungsfoto sowie keinerlei Angaben zur Religionszugehörigkeit, Familienstand und dem Beruf der Eltern eingefügt werden. Drittens werden keine Arbeitszeugnisse oder Diplome mitgeschickt. Das Erstellen von Arbeitszeugnissen ist in England unbekannt. Viertens sollten mögliche Referenzen nur kurz erwähnt werden, so dass diese bei Bedarf jederzeit nachgereicht werden können.

Zu empfehlen ist das Mitschicken einer Antwortpostkarte, so dass der Eingang der Bewerbung schnell bestätigt wird. Ansonsten muss man bei den britischen Unternehmen i.d.R. länger auf eine Empfangsbestätigung warten.

Frankreich – Klassisches Anschreiben in handschriftlicher Form

Ebenso wie in England bestehen die Bewerbungsunterlagen nur aus einem Anschreiben (lettre de motivation) plus Lebenslauf. Es werden ferner keine Arbeitszeugnisse oder Diplome mitgeschickt.

Obwohl ein langsamer Wechsel zu einem maschinengeschriebenen Anschreiben zu erkennen ist, wollen die meisten französischen Unternehmen dieses noch in handschriftlicher Form vorgelegt bekommen. Dabei sollte auf eine schöne Schreibart und ein gutes Briefpapier geachtet werden, da oftmals das Anschreiben von einem Grafologen analysiert wird.

Der Lebenslauf wird nicht datiert und unterschrieben. Ebenso werden keine Überschriften verwendet. Ein Bewerbungsfoto ist erwünscht, wobei jedoch ein normales Passfoto im Gegensatz zu Deutschland vollkommen ausreichend ist.


Die grössten Patzer bei Bewerbungen

patzer_bewerbungenBei jeder Bewerbung können dem potenziellen Arbeitnehmer Flüchtigkeitsfehler, aber auch grössere Patzer unterlaufen. Im Vorfeld sollte sich daher der Bewerber genau über die Anfordeungen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen informieren. Im Allgemeinen existieren Standards für die Bewerbungen, auf deren Einhaltung die Personalverantwortlichen genau achten. Meist bedeutet die Missachtung eines der Standards bereits das Aus in der ersten Bewerbungsrunde.

Im Folgenden werden einige Fehler vorgestellt, die unbedingt in den Bewerbungsunterlagen zu vermeiden sind, um zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Fehlendes oder nicht individualisiertes Anschreiben

Teilweise werden immer noch Bewerbungen ohne Anschreiben an die Unternehmen geschickt, da davon ausgegangen wird, das ein aussagekräftiger Lebenslauf und gute Zeugnisse bereits für sich alleine sprechen. Die Reaktion der meisten Personaler ist das vollständige Ignorieren dieser Unterlagen.

Ein Anschreiben ist Pflicht bei jeder Bewerbung. Einen positiven Effekt auf den Personalverantwortlichen wird dieses aber nur haben, wenn die Inhalte auf das jeweilige Unternehmen individualisiert abgestimmt sind. Die Motivation und die Qualifikationen für die Arbeitsstelle müssen darin klar hervorgehoben werden.

Fehlerhafter Lebenslauf

Von verschiedenen Quellen (z.B. das Internet) können sich Bewerber Vorlagen für einen Lebenslauf besorgen. Dort finden sie die Daten und Informationen, die in einem typischen Lebenslauf in Deutschland üblich sind.

Ausser bei der Bewerbung für einen kreativen Job, sollte das Design des Lebenslauf schlicht, einfach und übersichtlich gehalten werden. Grelle Farben, kreative Schriftarten und ein unprofessionelles Foto im Lebenslauf zu verwenden, sind klare Knock-Out-Kriterien bei einer Standardbewerbung.

Auch der Lebenslauf kann gezielt auf die jeweilige Bewerbung ausgerichtet sein. Je nach Anforderungen der Stelle sollten bestimmte Qualifikationen mehr hervorgehoben und andere nur kurz erwähnt oder ganz weggelassen werden.

Da heutzutage eine E-Mail-Adresse im Lebenslauf als Kontaktmöglichkeit angegeben wird, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine unseriösen Adressen verwendet werden. „mausi1980@gmx.de“ mag im Freundeskreis angemessen sein, aber kaum als Kontaktadresse bei einer Bewerbung. Die E-Mail-Adresse sollte im besten Fall nur den Vor- und Nachnamen des Bewerbers enthalten.


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