Das Bewerbungsfoto 2017-08-11T10:06:44+00:00

Das Bewerbungsfoto

Trotz des viel diskutierten Themas der anonymen Bewerbung ist das Bewerbungsfoto für viele Personaler immer noch ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung. Rund 80% der Personaler bevorzugen eine Bewerbung mit Foto. Worauf es beim perfekten Bewerbungsfoto ankommt und was aktuelle Trends sind, zeigen wir dir hier.

Grundlagen für ein gutes Bewerbungsfoto

Durch das Bewerbungsfoto erhält der Personalverantwortliche einen ersten Eindruck des Bewerbers. Ein schlechtes Bewerbungsfoto kann schnell zum K.O.-Kriterium für deine Bewerbung werden und dir deine Karriere verbauen. Dir fehlt noch ein passendes Foto für deine Bewerbungsunterlagen? Dann heißt es idealerweise ab zum nächsten professionellen Fotografen.

Qualität ist Trumpf

Nur ein professioneller Fotograf schafft es, dich wirklich optimal in Szene zu setzen, sodass du kompetent, sympathisch und motiviert wirkst. Zudem garantiert dir der Besuch beim Profi, dass dein Foto gut ausgeleuchtet und nicht verschwommen oder unscharf ist. Für so ein ideales Foto musst du, je nach Studio und Umfang des Shootings, zwischen 50 und 150 Euro einplanen.

„Selfies“ aus deiner Freizeit oder ein Foto aus den Ferien oder von einer Party sind einfach und schnell geschossen, aber ein ein absolutes No-Go in einer Bewerbung. Sogenannte Online-Fotokabinen sind zwar eine bequeme Alternative zum Besuch beim Fotografen, aber da Webcam-Fotos in der Regel keine hochwertige Qualität liefern, solltest du die damit erstellten Fotos ebenfalls nicht für deine Bewerbung nutzen.

Wenn du dich ein wenig mit Beleuchtungstechniken auseinandersetzt, ist es möglich, ein eigenes Foto zu schießen – vor allem, wenn es schnell gehen muss. Zum Glück werden Handykameras immer leistungsstärker. Ein Foto selbst aufzunehmen, ist allerdings nur eine denkbare Notlösung, wenn dir ein gut ausgeleuchteter Raum zur Verfügung steht und du einen Hobbyfotograf im Freundeskreis hast, der dein Bewerbungsfoto aufnimmt.

TIPP Hier findest du schnell und einfach den richtigen
Fotografen in deiner Nähe.

Das Bewerbungsfoto muss aktuell sein

Die Aktualität des Fotos ist ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes Kriterium. Dein letztes Bewerbungsfoto von vor 5 Jahren ist beispielsweise keine gute Lösung. Eine Faustregel besagt, dass das perfekte Bewerbungsfoto maximal 1 Jahr alt sein darf.
Beachte, dass du für den Personaler wiedererkennbar sein musst. Lädt dieser dich zum Vorstellungsgespräch ein und dein Aussehen entspricht gar nicht dem Foto, ist die erste Reaktion Verwirrung. Nicht aktuelle Fotos lassen zudem die Schlussfolgerung zu, die restlichen Unterlagen, wie Anschreiben und Lebenslauf, seien ebenfalls veraltet.

Die richtige Vorbereitung – Tipps für gute Aufnahmen

Kleidung, Styling, Körperhaltung und Gesichtsausdruck – ein Foto ist eine Momentaufnahme. In dem Moment, wenn der Fotograf den Auslöser für dein Bewerbungsfoto betätigt, sollte alles stimmen. Keine Sorge, wir verraten dir, worauf du besonders achten solltest.

Die richtige Kleidung

Für das Bewerbungsfoto ist es in den meisten Fällen wichtig, schlichte und elegante Kleidung zu wählen, die deinen Typ unterstreicht und zum Unternehmen passt. Was bedeutet das nun genau?

Willst du dich für sehr konservative Jobs bewerben, beispielsweise bei einer Bank oder Versicherung, sind Anzug und Krawatte für Männer bzw. Bluse oder Kostüm für Frauen Pflicht. Bei den Farben gilt Zurückhaltung. Anzug und Kostüm sollten Dunkelblau oder Grau sein. Bluse und Hemd wirken am besten in Weiß oder Hellblau. Grelle Farben sind auf Bewerbungsfotos tabu.

Fällt deine Wahl auf einen kreativen Beruf, reicht für das Bewerbungsfoto auch nur ein Hemd oder eine Bluse. Je nach Branche und Außendarstellung des Unternehmens kann selbst ein gut wirkendes T-Shirt zielführend sein. Auch die Farbpalette ist hier nicht so strikt, sollte aber ebenfalls keine zu knalligen Farben enthalten. Empfehlenswert sind: Blau, Grau, Weiß sowie Bordeaux- und Beigetöne.

Im Zweifel gilt: Präsentiere dich dem Unternehmen lieber overdressed als underdressed.

TIPP Auf der Unternehmenshomepage finden sich oft Fotos der Angestellten, somit kannst du dir einen Eindruck vom Kleidungsstil im jeweiligen Unternehmen verschaffen und dich bei deinem Bild daran anpassen.

Das perfekte Styling

Beim Styling für perfekte Bewerbungsfotos gilt, ebenso wie bei der Kleidung, Zurückhaltung. Übermäßig geschminkte Bewerber und zu viel Schmuck sind hier fehl am Platz. Dezentes Make-up, das deinen Typ unterstreicht und eventuelle Hautunreinheiten verdeckt, ist natürlich erlaubt.

Der Hintergrund im Vordergrund

Der Hintergrund ist ein Aspekt, der von Laien oft vernachlässigt wird, dabei spielt er eine tragende Rolle für den Gesamteindruck des Bewerbungsfotos. Wichtigster Punkt ist hier, dass der Hintergrund ruhig und neutral ist und nicht von der eigentlichen Hauptattraktion, also von dir, ablenkt. Zudem solltest du darauf achten, dass der Hintergrund mit der Farbe deiner Kleidung, Haar- und Hautfarbe harmoniert.

Körperhaltung im Bewerbungsfoto

Bei der Körperhaltung lautet das A und O Natürlichkeit. Wer verkrampft dasteht, wirkt auch so auf dem Bewerbungsfoto. Eine zu starre Körperhaltung lässt das Bewerbungsfoto schnell wie ein Passfoto wirken. Abhilfe schafft hier eine leichte Körperdrehung/-neigung. So wird dem Bild mehr Dynamik verliehen.

Ein großes Problem stellt überdies oft die Haltung der Arme dar. Am besten kreuzt du die Arme vor dem Oberkörper oder lässt sie locker am Körper runterhängen.

TIPP Kleine Lockerungsübungen vor dem Shooting helfen Nervosität abzubauen und lassen dein Bild natürlich wirken. Schüttele einfach alle deine Glieder ordentlich durch und deine Unsicherheit ab!

Bitte recht freundlich – Der richtige Gesichtsausdruck

Oberstes Gebot: Natürlichkeit. Überlege dir: Was möchte ich ausstrahlen?

Auf jeden Fall solltest du auf dem Bild sympathisch und motiviert wirken. Ganz nach dem Motto: Ich will den Job und bin der perfekte Kandidat dafür!

Das heißt: Augen geradeaus und ein natürliches Lächeln auflegen. Ob du mit offenem oder geschlossenem Mund lächelst, ist dir überlassen und hängt davon ab, wie du natürlicher wirkst.

Schwarz-weiß oder in Farbe?

Eine oft gestellte Frage, doch die Antwort lautet immer wieder: Das kommt darauf an.

Zu aller erst ist es reine Geschmackssache, was einem selber und natürlich auch dem Gegenüber besser gefällt.

Schwarz-weiße Bewerbungsfotos wirken in der Regel zeitlos und elegant, lassen die Person aber auch härter wirken, da Konturen mehr in den Vordergrund treten.

Farbfotos wirken authentischer und natürlicher, da sie eben den Bewerber zeigen, wie er ist. Hier ist die Farbwahl der Kleidung selbstverständlich wichtiger und entscheidet maßgeblich über die Wirkung.

TIPP Wenn du dir komplett unsicher bist, dann lasse dir beide Varianten vom Fotografen geben und frage Freunde und Bekannte, welches Bewerbungsfoto besser wirkt.

Format und Positionierung von Bewerbungsfotos

Auch hier können einige Fehler gemacht werden. Die gängige Größe eines Bewerbungsfotos bewegt sich zwischen 6 mal 4 und 9 mal 6 Zentimetern. Modern sind heutzutage Bilder im Querformat, aber auch gegen das klassische Hochformat ist nichts einzuwenden. Hier entscheidet allein der persönliche Geschmack.

Bei der Positionierung hast du zwei Möglichkeiten: Das Foto kann auf dem Deckblatt oder dem Lebenslauf positioniert werden.

Beim Deckblatt ist es üblich, das Bild mittig im unteren Drittel der Seite zu platzieren. Vorteil hier: Dein Lebenslauf bekommt mehr Platz und der Personaler schnell einen Eindruck von dir.

Im Lebenslauf gehört das Bewerbungsfoto in die rechte obere Ecke. Wichtig ist, dass der Bewerber in das Blatt „hineinguckt“ und nicht vom Text weg. Wenn du das Foto im Lebenslauf positionierst, empfiehlt sich ein Bewerbungsfoto im Hochformat. Wer das Foto hier platziert, hat den Vorteil, dass die Erfahrung und die Fähigkeiten aus dem Lebenslauf direkt mit einem Gesicht verknüpft werden können.

Fazit

TIPP Die Wirkung des Bewerbungsfotos sollte nicht unterschätzt werden. Ein schlechtes Bild kann dazu führen, dass der Personaler Anschreiben und Lebenslauf keines Blickes würdigt und deine Bewerbung direkt aussortiert. Beachtest du jedoch die vorliegenden Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto, bist du für die nächste Bewerbung gerüstet und deiner Karriere steht nichts mehr im Wege.

Damit wirklich nichts schief gehen kann, haben wir die wichtigsten Aspekte nochmal für dich zusammengefasst:

Checkliste für Bewerbungsfotos

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