Das Bewerbungsfoto

Trotz des viel diskutierten Themas der anonymen Bewerbung ist das Bewerbungsfoto, neben dem Lebenslauf, für viele Personaler die Grundlage für eine erste Entscheidung.



Rund 80% der Personaler bevorzugen eine Bewerbung mit Foto.

Durch das Bewerbungsfoto erhält der Personalverantwortliche einen ersten Eindruck des Bewerbers. Ein schlechtes Bewerbungsfoto kann schnell zum K.O.-Kriterium für deine Bewerbung werden und dir deine Karriere verbauen.

Worauf es beim perfekten Bewerbungsfoto ankommt und was die Trends von 2015 sind, zeigen wir euch hier.

Qualität ist Trumpf

Neben den BewerbungsunterlagenBewerbungsfotos Checkliste fehlt nur noch ein Bewerbungsfoto, dann heißt es ab zum nächsten professionellen Fotografen oder du nutzt eine Online-Fotokabine.

„Selfies“ (also ein Schnappschuss den du von dir selber machst) aus deiner Freizeit oder gar ein Foto aus den Ferien sind ein absolutes No-Go in einer Bewerbung.

Ein professioneller Fotograf schafft es dich optimal in Szene zu setzen, sodass du kompetent, sympathisch und motiviert wirkst. Zudem garantiert dir der Besuch beim Profi, dass dein Foto gut ausgeleuchtet und nicht verschwommen oder unscharf ist. Für so ein ideales Foto musst du je nach Studio und Umfang des Shootings zwischen 50 und 150 Euro einplanen.
Lampe Heutzutage werden vor allem auch Handykameras immer Leistungsstärker. Wenn du dich ein wenig mit Beleuchtungstechniken auseinandersetzt ist es auch möglich ein eigenes Foto zu schießen, vor allem wenn es noch schnell gehen soll. Ein Foto selbst aufzunehmen können wir dir dann empfehlen, wenn du noch eine Last-Minute Bewerbung verschicken möchtest, du einen gut ausgeleuchteten Raum hast und vielleicht eine/n Hobbyfotograf/in als Freund/in.

TIPP Hier findest du super-schnell und einfach den richtigen Fotografen in deiner Nähe.

Aktualität des Bewerbungsfotos

Ebenso ist die Aktualität des Fotos ein wichtiges Kriterium. Das Foto von vor 5 Jahren ist keine optimale Lösung. Eine Faustregel besagt, dass das perfekte Bewerbungsfoto maximal 1 Jahr alt sein sollte.
Beachte, dass du für den Personaler wiederzuerkennen sein musst.
Lädt dieser dich zum Vorstellungsgespräch ein und dein Aussehen entspricht gar nicht dem Foto, ist die erste Reaktion Verwirrung. Nicht aktuelle Fotos lassen zudem den Schluss zu, die restlichen Unterlagen, wie Anschreiben und Lebenslauf, seien ebenfalls veraltet..

Die passende Kleidung für das Bewerbungsfoto

Für das Bewerbungsfoto ist es wichtig, schlichte und elegante Kleidung zu wählen, die deinen Typ unterstreicht und welche zum Unternehmen passt. Was bedeutet das nun genau?

Check Willst du dich für sehr konservative Jobs bewerben, beispielsweise bei einer Bank oder Versicherung, sind Anzug und Krawatte bzw. ist ein Kostüm Pflicht. Bei den Farben gilt Zurückhaltung. Anzug und Kostüm sollten Dunkelblau oder Grau sein. Bluse und Hemd wirken am besten in Weiß oder Hellblau. Grelle Farben sind auf Bewerbungsfotos tabu.

Fällt deine Wahl auf einen kreativen Beruf, reicht für das Bewerbungsfoto auch nur ein Hemd oder eine schicke Bluse. Die Farbpalette ist hier nicht so strikt, sollte aber auch keine knalligen Farben enthalten. Empfehlenswert sind: Blau, Grau, Weiß sowie Bordeaux- und Beigetöne.

Im Zweifel gilt: Präsentiere dich dem Unternehmen lieber overdressed als underdressed.

TIPP Auf der Unternehmenshomepage finden sich oft Fotos der Angestellten, somit kannst du dir einen Eindruck vom Kleidungsstil im jeweiligen Unternehmen verschaffen und dich bei deinem Bild daran anpassen.

Das perfekte Styling

Bewerbung Styling

© Miramiska-Fotolia

Bei dem Styling für perfekte Bewerbungsfotos gilt ebenso wie bei der Kleidung Zurückhaltung. Übermäßig geschminkte Bewerber und zu viel Schmuck sind hier fehl am Platz. Dezentes Make-up, das deinen Typ unterstreicht und eventuelle Hautunreinheiten verdeckt ist natürlich erlaubt.

Der Hintergrund im Vordergrund

Der Hintergrund ist ein Aspekt, der von Laien oft vernachlässigt wird, dabei spielt er eine tragende Rolle für den Gesamteindruck des Bewerbungsfotos. Wichtigster Punkt ist hier, dass der Hintergrund ruhig und neutral ist und nicht von der eigentlichen Hauptattraktion, also von dir, ablenkt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass er mit der Farbe der Kleidung, der Haare und Haut harmoniert.

Körperhaltung im Bewerbungsfoto

Bei der Körperhaltung lautet das A und O Natürlichkeit. Wer verkrampft dasteht, der wirkt auch so auf dem Bewerbungsfoto. Eine zu starre Körperhaltung lässt das Bewerbungsfoto zudem schnell wie ein Passfoto wirken. Abhilfe schafft hier eine leichte Körperdrehung/-neigung, so wird dem Bild mehr Dynamik verliehen.

Ein großes Problem stellt überdies oft die Haltung der Arme dar. Am besten die Arme locker am Körper runterhängen lassen oder die Arme vor dem Körper überkreuzen.

TIPP Kleine Lockerungsübungen vor dem Shooting helfen Nervosität abzubauen und lassen dein Bild natürlich wirken. Schüttele einfach alle deine Glieder ordentlich durch und deine Unsicherheit ab!

Bitte Lächeln!- Der richtige Gesichtsausdruck

Oberstes Gebot: Natürlichkeit. Überlege dir: Was möchte ich ausstrahlen?

Auf jeden Fall solltest du sympathisch und motiviert auf dem Bild wirken. Ganz nach dem Motto: Ich will den Job und bin der/die perfekte Bewerber/in dafür!

Das heißt: Augen geradeaus und ein natürliches Lächeln auflegen. Ob du mit offenem oder geschlossenem Mund lächelst, ist dir überlassen und hängt davon ab, wie du natürlicher wirkst.

Schwarz-weiß oder in Farbe?

Eine oft gestellte Frage, doch die Antwort lautet immer wieder dieselbe: Das kommt darauf an.

Zu aller erst einmal ist es Geschmackssache was einem selber und natürlich auch dem Gegenüber besser gefällt.

Schwarz-weiße Bewerbungsfotos wirken in der Regel zeitlos und elegant, lassen die Person aber auch härter wirken, da Konturen mehr in den Vordergrund treten.

Farbfotos wirken authentischer und natürlicher, da sie eben den Bewerber zeigen, wie er ist. Hier ist die Farbwahl der Kleidung selbstverständlich wichtiger und entscheidet maßgeblich über die Wirkung.

TIPP Wenn du dir komplett unsicher bist, dann lasse dir beide Varianten vom Fotografen geben und frage Freunde und Bekannte, welches Bewerbungsfoto besser wirkt.

Format und Positionierung von Bewerbungsfotos

Auch hier können einige Fehler gemacht werden. Die gängige Größe eines Bewerbungsfotos bewegt sich zwischen 6 mal 4 und 9 mal 6 Zentimetern. Modern sind heutzutage Bilder im Querformat, aber auch gegen das klassische Hochformat ist nichts einzuwenden. Hier entscheidet allein der persönliche Geschmack.

Bei der Positionierung habt ihr zwei Möglichkeiten. Das Foto kann auf dem Deckblatt oder dem Lebenslauf positioniert werden.
Bei dem Deckblatt ist es üblich, das Bild mittig im unteren Drittel der Seite zu platzieren. Vorteil hier: Dein Lebenslauf bekommt mehr Platz und der Personaler schnell einen Eindruck von dir.
Im Lebenslauf gehört das Bewerbungsfoto in die rechte, obere Ecke. Wichtig ist, dass der Bewerber in das Blatt „hineinguckt“ und nicht vom Text weg. Wenn du das Foto im Lebenslauf positionierst, empfiehlt sich ein Bewerbungsfoto im Hochformat. Wer das Foto hier platziert hat den Vorteil, dass die Erfahrung und die Fähigkeiten aus dem Lebenslauf direkt mit einem Gesicht verknüpft werden können.

Fazit

Lampe Die Wirkung des Bewerbungsfotos sollte nicht unterschätzt werden. Ein schlechtes Bild kann dazu führen, dass der Personaler Anschreiben und Lebenslauf keines Blickes würdigt und deine Bewerbung direkt aussortiert. Beachtest du jedoch die vorliegenden Tipps für das perfekte Bewerbungsfoto,bist du für die nächste Bewerbung gerüstet und deiner Karriere steht nichts mehr im Wege.

Damit wirklich nichts schief gehen kann, haben wir hier nochmal das Wichtigste in einer Checkliste für dich zusammengefasst:

Checkliste für Bewerbungsfotos