Über die Bewerbung hinaus: So wertest Du Dein Gehalt auf!

Wenn im Vorstellungsgespräch die Frage nach den Gehaltsvorstellungen kommt, kann es für beide Parteien unangenehm werden, wenn die Gehaltsvorstellungen zu weit auseinanderklaffen. Doch selbst wenn du, basierend auf der Gehaltsangabe in deiner Bewerbung, im Gespräch noch einige Euro herausschlagen kannst, bleibt Dir nach dem Abzug der Steuer möglicherweise trotzdem nicht viel.

Sei nicht vorschnell frustriert. Über das reine Gehalt hinaus gibt es noch einige Extras, die Du möglicherweise übersehen oder zumindest unterschätzt hast. Denn das Gehalt aufwerten und flexibel zu gestalten, ist heute nicht mehr so unüblich.

Das Gehalt mit Fahrtkostenübernahme und Tankgutscheinen aufbessern

Einige Firmen übernehmen zum Beispiel die Fahrtkosten. Ob Du das Benzin von Deinem Gehalt zahlst oder von der Firma direkt bezahlt bekommst, spielt für Dich aber keine Rolle. Bei der Abrechnung über die Kilometerpauschale, bleibt Dir nach dem Tanken oft sogar noch Geld übrig. Wenn Du mit einem oder gar mehreren Personen eine Fahrgemeinschaft bildest, wird Dir einiges Geld geschenkt. Denn jeder von Euch kann die Pauschale einzeln beantragen. Nähere Informationen dazu bekommst Du hier. Tankgutscheine müssen nicht versteuert werden und sind daher bares Geld wert.

Aufwertung durch Rabatte und Essensgutscheine

Ähnlich verhält es sich mit Essensgutscheinen oder kostenlosen Mahlzeiten in der Kantine. Wenn eine Deiner täglichen Mahlzeiten von der Firma
bezahlt wird, ist das so gut wie dieselbe Summe netto auf Deinem Konto.

Bewerbung Gehaltsvorstellung

© Marco Scisetti

Rabatte auf die Produkte des Unternehmens können je nach Deinen persönlichen Vorlieben auch sehr lukrativ sein. Wenn Du Dir diese Dinge sowieso kaufen würdest, ergibt sich je nach Höhe der Prozente eine gute Ersparnis. Außerdem fördert es Dein Zugehörigkeitsgefühl zur Firma, wenn Du die Produkte daheim hast und verwendest.

Weitere materielle Vorteile

Es gibt eine ganze Palette an weiteren materiellen Boni, die Dir Dein Arbeitgeber einräumen kann:

    • Sachleistungen wie Dienstwagen oder -handy
    • Kostenübernahme für zum Beispiel Fitnessstudio oder Kinderbetreuung
    • Vermögenswirksame Leistungen
    • Pensionszusagen
    • Direktversicherungen

Sowohl für das Unternehmen als auch für Dich fallen dabei teilweise weniger oder keine Steuern an. Deshalb ist Dein Chef eher bereit, Dir diese zukommen zu lassen, als Dein Gehalt aufzustocken. Wenn eine geeignete Lohn- und Gehaltssoftware verwendet wird, gestaltet sich die Gehaltsabrechnung für die Personalabteilung dadurch auch nicht schwieriger als gewöhnlich. Einen Download für solch eine Lohn- und Gehaltssoftware findest Du zum Beispiel bei Lexware.

Motivation und Work-Life-Balance

Umsatzbeteiligungen spiegeln Vertrauen sowie Dankbarkeit in die Mitarbeiter wieder. Du kannst davon ausgehen, dass in diesem Betrieb ein guter Zusammenhalt herrscht und an einem Strang gezogen wird. Das wird Dich nicht nur anspornen, sondern ebenfalls Deine Arbeitsmotivation steigern. Denn sobald Du die Umsatzbeteiligung auf Dein Gehalt umrechnest, sieht dieses gleich viel rosiger aus.

Im Sinne der Work-Life-Balance, die vielen Menschen heute wichtig ist, bist Du vielleicht sogar froh, wenn Du statt über ein höheres Gehalt über eine größere Anzahl Urlaubstage verfügen kannst. So hast Du Zeit, Dein Geld in Deiner Freizeit auszugeben. Weitere Maßnahmen, die zwar nicht Deinem Geldbeutel aber Deiner Persönlichkeitsbildung zuträglich sind, können folgende sein:

TIPP Eine ausführliche Broschüre zum Thema Work-Life-Balance hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegeben. Die Broschüre findest Du hier ganz unten auf der Seite als Download.

Fazit für deine Bewerbungsphase

Mann mit Lupe auf der rechten Bildseite

© stillkost_Fotolia

Ein festes Gehalt sollte bei Deiner Bewerbung und dem Bewerbungsgespräch nicht die Hauptrolle spielen. Versuche so früh wie möglich im Bewerbungsverfahren herauszubekommen, welche Leistungen über das Festgehalt hinaus auf Dich warten. Rechne dazu bereits im Vorfeld durch, was Du zum Beispiel bei einer Fahrtkostenübernahme mit Kilometerpauschale erhältst. So kannst Du im Bewerbungsgespräch leichter verhandeln und mehr für Dich herausholen, statt lediglich auf der Gehaltsvorstellung beharren, die Du in Deinem Bewerbungsschreiben untergebracht hast. Gleichzeitig betrachtest Du nun vielleicht Stellenanzeigen mit anderen Augen. Welche Arbeitgeber sind um das Wohl ihrer Mitarbeiter bemüht? Welche wollen nur so wenig wie möglich ausgeben, um den größtmöglichen Profit für sich selbst herauszuschlagen?

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