Codes in Arbeitszeugnissen – Bedeutung der Formulierungen

arbeitszeugnisDas Arbeitszeugnis hilft dem Personaler, anhand  versteckter Bewertungen, das Verhalten sowie die beruflichen Erfahrungen des Bewerbers bei seinen früheren Arbeitgebenr besser einzuschätzen.

Falls ein ehemaliger Arbeitgeber ein schlechtes Zeugnis ausgestellt hat, sollte am Besten darauf verzichtet werden, dieses den Bewerbungsunterlagen beizulegen. Ein schlechtes Arbeitszeugnis ist bereits im Vorfeld ein K.O-Kriterium, um nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Personaler benutzen in den Zeugnissen ganz spezielle Formulierungen und Codes, um den Arbeitnehmer zu benoten. Dabei werden genau wie in der Schule, Noten von 1 bis 6 verwendet. Oftmals ist es für den Arbeitnehmer schwer zu durchschauen, welche Note, welcher Formulierung entspricht. Auf den ersten Blick erscheinen viele Sätze sehr positiv, aber in Wirklichkeit  ist die Bewertung oft mangelhaft.

In vielen kleineren Unternehmen werden die scheidenden Arbeitnehmer aufgefordert, dass Zeugnis selber zu schreiben. Dies ist nicht verboten und in der Praxis auch sehr gängig. Aus diesem Grund ist es auch wichtig die richtigen Formulierungen zu kennen, um sich das bestmögliche Zeugnis auszustellen.

Die wichtigsten Codes in Arbeitszeugnissen

Die wohl bekannteste Formulierung ist „Er arbeitete zu unserer vollsten Zufriedenheit“, was der Bewertung einer 2 entspricht. Eine Einser-Benotung erhält der Arbeitnehmer durch den Zusatz „stets“.

Falls in dem Arbeitszeugnis explizit die Worte „ehrlich“ und „pünktlich“ erwähnt werden, sollte man sofort stutzig werden, da diese Eigenschaften von einem Arbeitnehmer automatisch vorausgesetzt werden. Wenn der Arbeitgeber keine anderen positiven Eigenschaften gefunden hat, dann wird das von Personaler als sehr negativ bewertet. Eine Ausnahme gibt es aber: In den Arbeitszeugnissen der Gastronomie und Einzelhandel ist die Eigenschaft „ehrlich“ besonders wichtig und muss daher besonders hervorgehoben werden.

Durch die Verwendung des Wortes „Betriebsklima“ wird nichts anderes ausgedrückt, als das der Arbeitnehmer ein Alkoholproblem hat. Also, bloss nicht denken, dass ein Beitrag „zur Verbesserung des Betriebsklimas“ eine positive Bewertung der sozialen Kompetenz ist!


Wie sich in den USA bewerben?

USAViele Arbeitnehmer möchten sich in den USA bewerben, um ihren Lebenslauf zu verbessern. Besonders aufgrund der Internationalisierung der Märkte ist ein gutes Englisch inzwischen Pflicht und nicht mehr ein Bonus in der Arbeitswelt. Das Schulenglisch ist meist unzureichend für die Geschäftswelt und muss z.B. durch Wirtschafts-Englisch-Kurse und/oder Auslandsaufenthalte verbessert werden.

Hochschulabsolventen sollten zunächst versuchen ein Praktikum zu bekommen, da Bewerber aus dem Ausland ohne Berufserfahrungen oftmals keine Chance auf einen Arbeitsplatz in den USA haben.

Das grösste Hindernis neben der Sprache ist die Beantragung eines Arbeitsvisums in den USA. Dieses Visum wird nur vergeben, wenn bereits ein Arbeitgeber gefunden wurde, der dies auch bestätigt. Natürlich ist dadurch der bürokratische Aufwand für das amerikanische Unternehmen weit grösser als bei einem einheimischen Arbeitnehmer, so dass der potenzielle Arbeitgeber noch viel mehr von einem überzeugt werden muss.

Die Bewerbungsunterlagen werden in den USA vor allem per E-Mail verschickt, was einer Bewerbung aus dem Ausland sehr entgegen kommt.

Kurzes, prägnantes Anschreiben (Cover Letter)

In dem sogenannten Cover Letter soll kurz und knapp die Qualifikationen sowie Motivation für den Arbeitsplatz präsentiert werden. Wenn dieses nicht überzeugend geschrieben ist, dann wandert die Bewerbung meist direkt in den Mülleimer.

Besonders bei einem Ausländer wird auf ein fehlerfreies Englisch sowie auf die Formulierungen im Anschreiben geachtet. So können die Personaler bereits am Anfang erkennen, ob der Bewerber über genügend Sprachkenntnisse verfügt. Daher ist ein Korrekturlesen durch einen Muttersprachler sehr zu empfehlen.

Anti-chronologischer und anonymisierter Lebenslauf (Resume)

Der Lebenslauf beinhaltet immer am Anfang eine kurze Zusammenfassung der Qualifikationen und danach wird in anti-chronologischer Reihenfolge, d.h. die letzte Arbeitsstelle wird als erstes genannt, die früheren Arbeitgeber und Qualifikationen aufgeführt.

Im Gegensatz zu Deutschland ist der Lebenslauf anonymisiert, d.h. der Bewerber darf keine Angaben zu Geschlecht, Familienstand, Religion und Alter machen sowie kein Foto der Bewerbung beilegen. Falls dagegen verstossen wird, kommt es zum direkten Ausschluss der Bewerbung.


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